Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Danke schön batsch
nnier | 27. Mai 2011 | Topic In echt
Ich werd dich jetzt verlassen
und dann kannst du mich
von hinten sehn
(Trio, "Los Paul")
Man kennt das aus tausend Filmen, diese Verfolgungsjagd, wenn jemand atemlos einem flüchtenden Bösewicht hinterherrennt oder -fährt, diese Hetze und der verzweifelte Blick nach links und rechts, wenn der Verfolgte plötzlich nicht mehr zu sehen ist und der Weg sich gabelt. Wenn sich plötzlich eine Schranke senkt, unter welcher der eine noch schnell hindurchrennen kann, während der Verfolger stehen bleiben muss und ein kilometerlanger Güterzug seinen Weg kreuzt.

Neulich hatte ich es eilig, nach Hause zu kommen, und auch wenn mein Stadtteil sich in Bahnhofsnähe befindet, so ist es doch erstaunlich, wie schlecht er ÖPNV-mäßig an diesen (und überhaupt) angebunden ist. Früher soll es sogar eine Straßenbahn gegeben haben, ich aber verzichte fast immer darauf, die überfüllten und unübersichtlichen, gleichzeitigen* Bus- und Straßenbahnhaltestellen vor dem Bahnhofsgebäude anzusteuern, dort auf den Bus zu warten, eine umständliche Strecke um den Bahnhof herum und dann auch nur ganz ungefähr in meine Gegend zu fahren, um nach dem Aussteigen immer noch ein gutes Stück weit laufen zu müssen - auch wenn der insgesamte** Fußweg zwischen Bahnhof und Haustür sich tatsächlich noch länger hinzieht, als man ihn sich schöngesoffen hat. Manchmal kann man so etwas ja durchaus gebrauchen, neulich hingegen war eine gewisse Eile geboten, so dass ich, zunächst aus dem Hintereingang des Bahnhofs geschlüpft und stramm drauflosmarschiert, den gegen Ende meines Weges direkt an mir vorbeifahrenden Bus an der vorletzten Haltestelle doch lieber ersprintete, um wenigstens die paar Meter bis zur nächsten Station noch mitzufahren.

Natürlich stand die Ampel an der Kreuzung direkt vor dieser Haltestelle auf "Rot", und in meiner Ungeduld kam es mir schon bald so vor, als stehe sie ungewöhlich lange auf "Rot". Ich zwang mich, ruhig zu bleiben, weiß ich doch allzu gut, dass die Zeit mal dahineilt, mal still steht - nach einer Weile allerdings war ich relativ sicher, dass ich mein Zu-Fuß-Alter-Ego gerade ganz gemütlich am Bus vorbeischlendern sah, Sie kennen diesen Effekt ja heutzutage aus ganz vielen Filmen, wenn verschiedende Realitäten durchgespielt werden, nehmen wir mal Lola rennt als bekanntes Beispiel, oder der unzuverlässige Erzähler, oder der, der eigentlich schon tot ist, das war früher ja alles anders. Ich winkte mir zu, sah die ungeduldigen Gesichter der anderen Fahrgäste, sah den aufkeimenden Zweifel im Blick des Busfahrers, spähte um die Ecke, dorthin, wo ich längst ausgestiegen sein wollte, es waren zehn oder zwanzig Meter, und nach schier endloser Warterei bemerkte ich, wie der Fahrer vorsichtig einen halben Meter zurück- und dann wieder nach vorne fuhr.

Ein naheliegender Gedanke, wie mir schien, denn diese Induktionsschleifen im Asphalt sind nicht immer ganz zuverlässig - sicher haben auch Sie schon einmal vor einer Parkhausschranke an der Einfahrt gestanden und mussten einen Einkaufswagen heranholen, damit das blöde Ding endlich öffnet. Die Ampel stand auf "Rot", blieb auf "Rot" stehen und in mir kam ein Gefühl existentieller Verzweiflung auf.

Der Fahrer wiederholte sein Manöver zwei-, dreimal mit äußerster Vorsicht, und ich begann mich zu fragen, ob es sich hier womöglich um einen Fall von Instant Busfahrerkarma handelte, denn das weiß man ja, dass die sich mit ihren kleinen Funksendern die Ampeln viel öfter freischalten, als es ihnen zukommt. Oft nämlich sehe ich die Busse weit von der Ampel entfernt mit geöffneter Tür an der Haltestelle herumstehen, trotzdem schaltet die Ampel schon für sie frei - und man wartet und wartet. Die wartenden Menschen verstehen das immer nicht und jammern herum, bis ich ihnen sage: Da muss erst der Bus an uns vorbeifahren, erst dann wird für uns "Grün" - die sehen mich dann ungläubig an und sagen: Das kann nicht sein, der ist doch erst ganz da hinten, ich aber sage: Warten Sie's ab, und nach ein paar Minuten sagen sie: Gibt's doch nicht!, und meine Ungeduld wurde immer schlimmer, ich durchbrach die Mauer des Schweigens und sprach: Entschuldigen Sie, bitte, aber ich habe es extrem eilig, würden Sie mir bitte ausnahmsweise die Tür öffnen, ich muss wirklich dringend weiter, doch das durfte er nicht, wie er mir mitteilte - na ja, und nachdem er ein paar Mal die Zentrale angefunkt hatte und man dort irgendwas geregelt hatte, vielleicht ein Fax an die Ampelbehörde gesendet oder so, sprang die Ampel auf "Grün" und ich konnte meinen Weg nach Hause fortsetzen.

Hätte ich es in diesem Moment nicht nur eilig gehabt, sondern jemanden verfolgt, dann wäre der über alle Berge gewesen. Auch diese Studentin an diesem einen Wintertag, die hätte niemanden verfolgen dürfen, die hätte keine Chance gehabt. Und zwar haben die Studenten ja alle ihr Semesterticket, da reicht es ja, wenn alle halbe Stunde mal ein Bus Richtung Universität fährt, die Studenten haben ja Zeit und brauchen auch nicht so viel Platz, es reicht also ein normaler Bus, egal, wie viele Studenten das sind, gerade auch im Winter, und da ich diese Strecke ebenfalls nehmen musste, stand ich also im extremen Gedränge, und ich meine: extremen Gedränge, weit vorne, nahe der Fahrerin.

Als besagte Studentin aussteigen wollte, sie stand direkt neben mir, weit vorne, nahe der Fahrerin, und darum bat, doch bitte die Fahrertür zu öffnen, verkündete diese: "Ausstieg ist hinten!"

Unter den entsetzten Blicken der Mitfahrer musste die arme Frau nun beginnen, sich durch die Massen zu drängeln, was ihr auch nach mehreren Minuten höchstens zwei Meter Raumgewinn gebracht hatte, und während der eine Teil der Masse unruhig wurde und murrte, dass sich da jemand so durchdrängelte, murrte der andere Teil der Masse, weil der Bus nicht weiterfuhr, und als die junge Frau schließlich den hinteren Austieg erreicht hatte, welcher die ganze Zeit offengestanden, was bei den eisigen Temperaturen für noch mehr Unfrieden unter den Fahrgästen gesorgt hatte, als sie sich also weit genug durchgekämpft hatte, um endlich aussteigen zu können, schloss die Fahrerin die Tür und fuhr weiter.

Heute früh fuhr ich mit dem Fahrrad zur Arbeit, und ich bin nicht so einer, das müssen Sie mir glauben, aber vor mir fuhr jemand mit so einer Hüfthose, und, ich kann ja beim Fahrradfahren schlecht die ganze Zeit auf den Boden gucken, da sah ich etwas, das ich nicht sehen wollte. Zwar zog die Person gelegentlich die kurze Jacke herunter, aber es dauerte nicht lange, da waren entscheidende Zentimeter wieder nicht bedeckt. Nun ist es ja nicht so, dass ich nicht [laberrhabarber Altherrenwitz und so weiter], aber ich war doch ein wenig verstört, da sich das, was sich nun mal im Zentrum befindet, auf ungebührliche Weise horizontal im Takt des Pedaltritts hin- und herbewegte. Ich sah auf den Boden, ich sah mir die Autos an, ich zog ganz normal die dritte Wurzel aus den Zahlen auf den Nummernschildern, und es hörte nicht auf. Ich war mir nicht einmal sicher, ob es ein Mann oder eine Frau war, der oder die da vor mir fuhr, ich war nicht nahe genug, um das eindeutig beurteilen, und nicht weit genug entfernt, um es ignorieren zu können, es ging hin und her mit jedem Tritt, in enervierendem Gleichmaß, und ich wurde langsam wütend. Die Radfahrerampel sprang auf "Rot", egal!, ich hetzte hinterher, das wollte ich nun doch wissen, ich trat in die Pedale, vor mir ging es Links-Rechts-Links-Rechts, diese Obszönität wollte ich mir nicht bieten lassen, eine Frechheit, was man sich alles mitansehen muss!, ich kreuzte die nächste Straße, bald hätte ich es geschafft, da kam eine Straßenbahn. Die schamlose Person kam noch daran vorbei, dann kreuzte die Bahn meinen Weg und blieb an der Haltestelle stehen. Es gab kein Drumherum, ich musste warten, die Bahn stand da und fuhr nach Ewigkeiten wieder an, unendlich langsam - und vor mir: nichts!, niemand!, der Weg gabelte sich und ich hatte dieses total verzweifelte Gefühl, dagegen ist das, was Sie jetzt gerade empfinden, wirklich nichts.




--
*"Gleichzeitigen", so kann man nicht schreiben! Aber wenn die dauernd mit ihrer "teilweisen Kernschmelze" ankommen, brauchen sie sich nicht zu wundern, ich kann noch ganz anders.
** Sag ich doch.

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vert, Freitag, 27. Mai 2011, 19:36
erstmal einen schnaps!

jedoch: weder zu korn noch zu kimme habe ich etwas weiterführendes beizusteuern - das trio-stück hingegen ist genial! ich war ja noch klein seinerzeit und habe die artsy off-stücke dementsprechend nicht wahrgenommen.

wenn die achtziger-style-ausdruckstänzer nicht immer da herum danzen würden, wär das ...also das ist total modern. ich warte also auf einen aktuellen audiolith-remix.

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nnier, Freitag, 27. Mai 2011, 20:31
achtziger-style-ausdruckstänzer - was meinen Sie, das ist doch ganz nor Ha! Da könnte ich glatt ins Plaudern kommen! Weil es nicht nur sowas zum Heulen ist und dass Peter Behrens sein Geld versoffen hat, sondern auch, dass die coolste deutsche Band, die es je gab, hauptsächlich als Blödelcombo in Erinnerung geblieben ist. Diese erste Album, produziert übrigens von Klaus Voormann (of Dingsda-Fame), ist immer frisch geblieben und bei mir schon völlig abgenudelt.

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behrens, Sonntag, 29. Mai 2011, 18:00
Ich hatte das Glück, Trio Anfang der 80er Jahre einmal live in Bad Segeberg gesehen zu haben. Hätte nicht gedacht, dass hier in den Blogs noch mal ein Video auftaucht.

Die geschilderte Fahrt mit Zwangsaussicht auf eine verrutschte Hüfthose ist sehr amüsant geschildert. Es gibt vieles, was dem ästhetischen Empfinden nicht gerade schmeichelt. Und besonders, wenn man keine Möglichkeit der Flucht hat. Allerdings zieht sich dies durch alle Zeiten. Und wer weiß – vielleicht ist es eine Strafe dafür, dass man früher genauso so manche Augen beleidigt hat. Manche der damals Älteren hatten Schaum vorm Mund, als die Zeit der bodenlangen Röcke herrschte. Und für manche war es eine Zumutung, dass lange Haare und Ohrringe nicht mehr nur Frauen, sondern auch Männern erlaubt waren. Was würden die heute wohl sagen, wenn im Schlepptau besagten Fahrradfahrers hängen würden?

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nnier, Sonntag, 29. Mai 2011, 22:12
Es gibt, was Trio angeht, so etwas wie einen harten Kern der Fans, der sich gelegentlich in einem Gasthaus in Großenkneten trifft. Manchmal war ich in Versuchung, einen Schlenker zu fahren, um mir mal das Haus in der Regenter Str. anzusehen. Aber man muss sich natürlich glücklich schätzen, dass der Welt eine Trio-Reunion erspart geblieben ist, denn nach dem tollen Start mit dieser ersten LP (für mich sind auch die Singles Anna - lassmichrein lassmichraus und Bum Bum in Ordnung, außerdem gibt es ein schönes Live-Album aus den frühen Tagen, das damals nur auf MC erschienen ist) ging's dann eben viel zu schnell in die gezwungen lustige Ecke, so wie die gesamte "Neue Deutsche Welle" bald nur noch ein Label für dümmlichsten Quatsch war. Remmler bei Wetten, Dass ...?, dann, wie lustig, Trio als Backgroundchor bei Ein-bisschen-Frieden-Nicole, peinliche Fernsehauftritte bei Heck und Konsorten (einmal sollte Peter Behrens ein Schlagzeugsolo spielen, dann sah man Kralle und Remmler, wie sie, Tonstörung!, feixend das angebliche Mikrofonkabel abtrennten, Ta-taaaa!), das war grausamer Bembel-Humor, den sie einfach so mitgemacht haben. Ein Grauen, das mit Remmler als Sketchpartner von Rudi Carrell und der schrecklichen Schunkelmusik seiner Solokarriere seine logische Fortsetzung fand.

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behrens, Sonntag, 29. Mai 2011, 23:55
Für mich waren Trio so etwas wie Anarchisten. Leute, die heute bei jeder Casting-Show schon im Vorfeld rausgeflogen wären. Komisch, mir fiel auch sofort Großenkneten ein, wo Trio ja als WG gewohnt hat. Wenn ich mich richtig erinnere, stand sogar die tatsächliche Telefonnummer auf dem Cover, was zu so vielen Anrufen führte, dass ein Anrufbeantworter (war damals alles andere als selbstverständlich, außer man war Versicherungskaufmann) angeschafft wurde.

Ich weiß, ich schweife jetzt gnadenlos ab, das alles hat nichts mehr mit der verrutschen Fahrradfahrerhose zu tun - aber auf besagtem Festival in Bad Segeberg traten auch Ideal auf. Das war für ich eine grandiose Gruppe. Bei der Solokarriere von Anette Humpe trat dann das Gleiche auf wie das, was Du bei Trio beschreibst - es klamaukte ein wenig. Allerdings nicht unangenehm.

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nnier, Montag, 30. Mai 2011, 08:49
Aggression kommt davon weiß ich schon
Audio Video Kommunikation
044352300 Telefon
(Trio: Ja Ja Wo Gehts Lank Peter Pank Schönen Dank)
Blogs sind zum Abschweifen da, dieses jedenfalls. Ich hab' damals noch die letzte Anrufbeantworter-Botschaft von Kralle gehört, und die berühmte Telefonnummer taucht sogar in dem o.g. Lied auf, das ich auch umwerfend gut finde. Und das mit den Anarchisten stimmt, so wirkten die zwei verbeamteten Lehrer jedenfalls durchaus, die dann plötzlich eine so auf den Punkt gebrachte Minimalistenmusik schrieben, während Peter Behrens ja schon weit im Jenseits weilte.

Ideal - gerade neulich, na gut: letztes Jahr, beim Fensterputzen, habe ich das erste Album von 1980 fünfmal hintereinander gehört, und ich finde, man merkt noch heute, was für ein frischer Wind damals in einer Welt zwischen Dieter-Thomas-Heck-Schlagern und bedeutungsschwangerer Liedermachermusik plötzlich aufkam. Auch wenn mein persönlicher Launeheber von diesem Album natürlich der totale Quatsch ist: Es ging eben nicht um lustigen Quatsch, allen Hubert Kahs und Markussen zum Trotz, es ging um Spaß und knackige Musik. Dass das dann so schnell runterging bis zu späten Ausläufern wie Bruce & Bongo, ist schon schade. Aber auch die Anarchisten fanden es dann schon irre lustig, das Cover ihrer 2. LP als Werbefläche zu vermieten und statt ihrer Telefonnummer, ha ha, ihre Bankverbindung abzudrucken. Mit Gewalt hätte man das noch subversiv finden können, aber musikalisch ging's ja ebenso bergab und bald hatte alles ein Ende, nur die Wurst hatte zwei.

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behrens, Montag, 30. Mai 2011, 21:49
Dein persönlicher Launeheber ist „Hundsgemein“ von Ideal? Auch wir haben uns damals begeistert schlapp gelacht über das Lied. Damals waren witzige Lieder ja noch absolut die Ausnahme. Ein Lied mit einem Text, der damals wie heute meine politische Einstellung ausdrückt, war: „Keine Heimat – wer schützt mich vor Amerika“ von Ideal.

Ich habe schon lange nicht mehr etwas über Musik geschrieben, da „meine“ Musik keiner mehr kennt. Aber so ganz stimmt das eigentlich auch wieder nicht, da meine Nichten jetzt einige meiner Lieblinge hören, wie z.B. Janis Joplin. Und ja – letztes Jahr war ich auf dem Klassik-Rock-Festival. Von der Panne abgesehen, dass wir Ten years after verpasst haben, war alles vom Besten. Pink Floyd gab’s zwar nur als Coverband, aber es war trotzdem ein Ohrenschmaus.

Jetzt kommt aber doch noch die Frage, die mich gar nichts angeht, aber die ich trotzdem stelle: wie alt bist Du?

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nnier, Dienstag, 31. Mai 2011, 17:14
"Keine Heimat" mag ich auch sehr, es ist ja ein Lied aus der Spätphase, das ging alles so schnell damals ... Ich weiß den Text nicht mehr komplett auswendig, habe ihn auch nie explizit politisch verstanden, mehr assoziativ, aber eindrücklich: "Der Mann aus Übersee ... die Amis kommen ... oder kommen die Russen?"

Elvis Costello sagte ja angeblich mal: Writing about music is like dancing about architecture, und da ich nicht ausschließen mag, dass man über Architektur sinnvoll tanzen kann, schreibe ich gelegentlich auch über Musik.

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venice_wolf, Dienstag, 31. Mai 2011, 15:46
Diesen Song kenne ich gar nicht... und im Büro gehen die Lautsprecher nicht...
Trio war (ist?) immer interessant ...

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nnier, Dienstag, 31. Mai 2011, 17:18
Dann behaupte ich: Einstöpseln lohnt sich! Wer nur die Reihe von Da da da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha, Anna – lassmichrein lassmichraus, Bum Bum, Herz ist Trumpf und Turaluraluralu – Ich mach BuBu was machst du kennt, hat noch eine Menge zu entdecken.

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behrens, Mittwoch, 1. Juni 2011, 00:53
Irgendwie hat mich das Thema Trio jetzt gepackt und ich hab mal bei Wikipedia reingeschaut. Es kommt mir vor, als hätte jemand seine Dissertation über Trio geschrieben, so ausführlich und exakt ist alles geschildert (oder warst Du das vielleicht?) Und teilweise köstlich zu lesen. Beispielsweise, dass das erste Konzert in dem „Großenknetener Gasthaus Kempermann“ (sieht so aus wie es heißt) stattfand. Und die erste LP in einem ausgebauten Husumer Stall aufgenommen wurde. Und sich Trio außerdem weigerte, in größeren Städten und größeren Clubs zu spielen (deswegen waren sie wohl auch in Buxtehude, wo ich zu der Zeit wohnte).

Trio ist solange rumgetourt und hat sich bei Plattenfirmen beworben, bis endlich irgendwann jemand aufmerksam wurde. Mit anderen Worten – das Gegenteil vom Casting-Prinzip, wo gezielt nach jemandem gesucht wird, der so aufgebaut werden kann, dass er dem Geschmack der Masse entspricht. Dabei kann einfach nichts rauskommen.

Habe mir dann noch ein paar Videos bei YouTube angeschaut und siehe da: Anette Humpe von „Ideal“ taucht auch dort auf (und wird ermordet). Das Video macht abgesehen von Anette Humpe den Eindruck, als wäre nicht großartig nach Statisten gesucht worden, sondern man hat einfach in irgendeiner Kneipe auf dem Land gedreht – köstlich! Achte unbedingt mal auf die anderen drei Musiker!

http://www.youtube.com/watch?v=hSwJ2rjUSdc

Habe bis jetzt nicht gewusst, dass der Gitarrist so begnadet spielen konnte:

http://www.youtube.com/watch?v=kcoIAIwqafM&feature=related

P.S.: und last not least: Stefan Remmler ist alles andere als unattraktiv.

Ehe ich hier total abschweife, schreibe ich bei mir weiter, denn von Trio bin ich zu Guru Guru gelangt und von dort zu Amon Düül und von dort zu Atlantis und und und …..

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nnier, Mittwoch, 1. Juni 2011, 09:30
Wie extrem unterschiedlich bei Wikipedia die Qualität der einzelnen Einträge ist, wurde mir erst gestern wieder klar, als ich den über die TV-Serie Pinocchio gelesen habe. Da muss ein begeisterter Grundschüler am Werk gewesen sein. Dagegen ist der Trio-Eintrag wirklich sehr gut. (Und, nein, der ist nicht von mir - ich bin auch absolut kein Kenner dieser Band, außer dass ich damals von der ersten LP begeistert war und sie noch heute gerne höre.)

"Er ist ein guter Gitarrist", murmelten schon damals übrigens auch diejenigen, die im Gegensatz zu mir ein Instrument beherrschten, wenn die Akkorde von Energie erklangen.

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nnier, Mittwoch, 1. Juni 2011, 22:44
Und jetzt habe ich mir die Videos auch in Ruhe angesehen, also: Gasthaus Kempermann ist wunderbar, es macht mich nur ein wenig traurig, wenn ich sehe, wie Peter Behrens den Klaren kippt, denn das hat eine gewisse Kontinuität. Und dabei zählten sie zu den ganz Großen - los Klaus!

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venice_wolf, Mittwoch, 1. Juni 2011, 12:58
Rock pur, nur vereinfacht (da keine Bassgitarre). Erinnert mich an Presma, italienische Rock band die um die Jahrtausendwende unheil stiftete.
Vielleicht finde ich Mal einen Link, der diese Leute aus dem Untergund hervorzaubert.
Aber zuerst muss ich den Zaun richten und einheizen.

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