Wenn ich ein Konzert besuche, das mir wichtig ist, überkommt mich beim Betreten der Halle ein unvergleichliches Gefühl. Es ist nicht nur Vorfreude; es ist das Wissen, dass etwas Wunderschönes bevorsteht. Ist es ein Konzert von Paul McCartney, kommt dazu der Unglaube, dass das jetzt tatsächlich passiert. Besonders beim letzten Mal ging es mir durch und durch, nach viel zu langer Pause. Ich freue mich, während ich in der Schlange warte, aber es ist der Moment, in dem ich in die Halle komme und die Bühne sehe, der mich wirklich überwältigt.
Genau so einen Moment gibt es zu Beginn des neuen Albums, gleich im ersten Lied As You Lie There, das mit einem ungewöhnlichen Akkord und ein paar Takten Sprechgesang beginnt:
I used to walk past your house
Every night, I'd look up at your window
The light was on
I saw your silhouette on the blind
Do you think of me?
Do I ever cross your mind?
Diese Zeilen sind das Warten in der Schlange, draußen vor der Halle, die Vorahnung; dann wiederholt er die letzte Zeile dieser Einleitung, "Do I ever cross your mind?", und diesmal singt er sie: Das ist der Moment, in dem ich die Halle betrete.
Das Album ist vor ein paar Monaten erschienen, und ich brauche immer eine Weile, bis ich mich äußern kann. Das wird hier auch keine Plattenkritik, dazu sind andere berufener. Was ich inzwischen aber sagen kann: Es ist für mich eins seiner besten Alben überhaupt. Zu den vielen Highlights zählen für mich neben dem erwähnten Opener das geradezu schmerzhaft nostalgische, nahezu gehauchte Days We Left Behind, das trippige Never Know und der unerwartete, gleich dreifache Höhepunkt am Schluss: First Star of the Night entsteht aus zwei simplen Tönen auf der akustischen Gitarre dermaßen unwiderstehlich, dass man sich in den behaglichen Zeilen "And I know my little world/Is still alright" für immer einrichten möchte; Salesman Saint erzählt in überhaupt nicht pappiger Weise vom Leben der elterlichen Kriegsgeneration – "Hot tea and cigarettes" ohne jedes anbiedernde "Wir hatten ja nüscht", die Trompete zu Beginn eine kleine Verbeugung vor Pauls Vater (der ihm als erstes Instrument eine schenkte), die rhythmisch versetzte Big Band am Schluss ebenso nostalgisch wie unkitschig: Kaum jemand bekommt das so hin wie McCartney. Und schließlich Momma Gets By als wehmütige Ballade, das kann er nun mal, wunderschön gesungen und von Klavier und Orchester begleitet. (Es wird übrigens viel zu wenig darauf eingegangen, dass Paul auch auf diesem Album wieder fast alle Instrumente selbst spielt, und dass das vollkommen natürlich und organisch klingt.)
Mit diesem großartigen Schlussakkord endet das Album – eigentlich, denn nun, wenige Monate später, erscheint eine erweiterte Ausgabe mit drei neuen Liedern (und einem eher redundanten zusätzlichen Mix des Duetts mit Ringo, das OK ist, aber in die Kategorie Dad Rock einsortiert werden darf). Mir hat weder dieses Vorgehen gefallen, das vermutlich Fans dazu bringen soll, das Album gleich noch einmal zu kaufen (das Gefühl kenne ich, habe es aber zum Glück hinter mir), noch die Aussicht, den dramaturgisch perfekten Aufbau zu verwässern, indem nach dem bezwingenden Ende ein paar Lieder angefügt werden, die es in der ersten Runde nicht geschafft haben.
Und das ist meine einzige Kritik: Alle drei neuen Lieder gefallen mir, eines sogar sehr – aber sie passen nur klanglich, nicht thematisch und nicht vom Spannungsbogen her auf das Album, das dadurch auch zu lang wird. Für sich betrachtet, als kleine Liedersammlung (gab es nicht mal das schöne Konzept der EP?), ist es das, was ich sehr gerne alle paar Monate von McCartney hätte. Genau wie ein Konzert, es wird wirklich Zeit.
Bis dahin tröste ich mich mit dem hinreißenden City Fox, ganz ähnlich dem oben erwähnten First Star of the Night entwickelt es sich aus zwei gezupften akustischen Gitarrentönen, und ich kann mich an so vielen Details erfreuen: Alles ist purer McCartney, der leise geklopfte Takt, die im rechten Moment einsetzende Orgel, das Spinett, die kleinen Gitarrenläufe an genau den richtigen Stellen – ich höre es tagein, tagaus und kann mir gar nicht vorstellen, dass es dieses Lied vor kurzem noch nicht gab, denn auf kuriose Weise ist es mir vollkommen vertraut.
Wirft man noch einen Blick auf die Lyrics, staunt man, wie er zu einem schwierigen Thema wie "Lady Luck underneath the streetlight" ohne jeden unpassenden Exploitation- oder "Oh, là là!"-Unterton die nächste kleine, feine Miniatur abliefert. Lady Luck, Lady Madonna, er hat ein Händchen für solche Frauenfiguren und entwirft mit wenigen Federstrichen eine nächtliche Szenerie, die nicht idyllisch ist wie bei Penny Lane, aber kaum weniger beeindruckend.
Genau so einen Moment gibt es zu Beginn des neuen Albums, gleich im ersten Lied As You Lie There, das mit einem ungewöhnlichen Akkord und ein paar Takten Sprechgesang beginnt:
I used to walk past your house
Every night, I'd look up at your window
The light was on
I saw your silhouette on the blind
Do you think of me?
Do I ever cross your mind?
Diese Zeilen sind das Warten in der Schlange, draußen vor der Halle, die Vorahnung; dann wiederholt er die letzte Zeile dieser Einleitung, "Do I ever cross your mind?", und diesmal singt er sie: Das ist der Moment, in dem ich die Halle betrete.
Das Album ist vor ein paar Monaten erschienen, und ich brauche immer eine Weile, bis ich mich äußern kann. Das wird hier auch keine Plattenkritik, dazu sind andere berufener. Was ich inzwischen aber sagen kann: Es ist für mich eins seiner besten Alben überhaupt. Zu den vielen Highlights zählen für mich neben dem erwähnten Opener das geradezu schmerzhaft nostalgische, nahezu gehauchte Days We Left Behind, das trippige Never Know und der unerwartete, gleich dreifache Höhepunkt am Schluss: First Star of the Night entsteht aus zwei simplen Tönen auf der akustischen Gitarre dermaßen unwiderstehlich, dass man sich in den behaglichen Zeilen "And I know my little world/Is still alright" für immer einrichten möchte; Salesman Saint erzählt in überhaupt nicht pappiger Weise vom Leben der elterlichen Kriegsgeneration – "Hot tea and cigarettes" ohne jedes anbiedernde "Wir hatten ja nüscht", die Trompete zu Beginn eine kleine Verbeugung vor Pauls Vater (der ihm als erstes Instrument eine schenkte), die rhythmisch versetzte Big Band am Schluss ebenso nostalgisch wie unkitschig: Kaum jemand bekommt das so hin wie McCartney. Und schließlich Momma Gets By als wehmütige Ballade, das kann er nun mal, wunderschön gesungen und von Klavier und Orchester begleitet. (Es wird übrigens viel zu wenig darauf eingegangen, dass Paul auch auf diesem Album wieder fast alle Instrumente selbst spielt, und dass das vollkommen natürlich und organisch klingt.)
Mit diesem großartigen Schlussakkord endet das Album – eigentlich, denn nun, wenige Monate später, erscheint eine erweiterte Ausgabe mit drei neuen Liedern (und einem eher redundanten zusätzlichen Mix des Duetts mit Ringo, das OK ist, aber in die Kategorie Dad Rock einsortiert werden darf). Mir hat weder dieses Vorgehen gefallen, das vermutlich Fans dazu bringen soll, das Album gleich noch einmal zu kaufen (das Gefühl kenne ich, habe es aber zum Glück hinter mir), noch die Aussicht, den dramaturgisch perfekten Aufbau zu verwässern, indem nach dem bezwingenden Ende ein paar Lieder angefügt werden, die es in der ersten Runde nicht geschafft haben.
Und das ist meine einzige Kritik: Alle drei neuen Lieder gefallen mir, eines sogar sehr – aber sie passen nur klanglich, nicht thematisch und nicht vom Spannungsbogen her auf das Album, das dadurch auch zu lang wird. Für sich betrachtet, als kleine Liedersammlung (gab es nicht mal das schöne Konzept der EP?), ist es das, was ich sehr gerne alle paar Monate von McCartney hätte. Genau wie ein Konzert, es wird wirklich Zeit.
Bis dahin tröste ich mich mit dem hinreißenden City Fox, ganz ähnlich dem oben erwähnten First Star of the Night entwickelt es sich aus zwei gezupften akustischen Gitarrentönen, und ich kann mich an so vielen Details erfreuen: Alles ist purer McCartney, der leise geklopfte Takt, die im rechten Moment einsetzende Orgel, das Spinett, die kleinen Gitarrenläufe an genau den richtigen Stellen – ich höre es tagein, tagaus und kann mir gar nicht vorstellen, dass es dieses Lied vor kurzem noch nicht gab, denn auf kuriose Weise ist es mir vollkommen vertraut.
Wirft man noch einen Blick auf die Lyrics, staunt man, wie er zu einem schwierigen Thema wie "Lady Luck underneath the streetlight" ohne jeden unpassenden Exploitation- oder "Oh, là là!"-Unterton die nächste kleine, feine Miniatur abliefert. Lady Luck, Lady Madonna, er hat ein Händchen für solche Frauenfiguren und entwirft mit wenigen Federstrichen eine nächtliche Szenerie, die nicht idyllisch ist wie bei Penny Lane, aber kaum weniger beeindruckend.
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Ich fühle mich 20 Jahre jünger - da veranstalten plötzlich Leute eine Bloglesung, und Frau Kaltmamsell wirft ein Stöckchen! Ich springe gerne:
1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?
Ein Teddybär von Steiff, vermutlich dieses Modell. Arme und Beine waren beweglich, und er brummte, wenn man ihn umdrehte. Ich mochte ihn sehr und er spendete zuverlässig Trost, auch später, als ich mich dafür eigentlich viel zu alt fühlte.
2. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?
Ich würde Astronaut werden und mit einem Raumschiff wie der Enterprise durchs All fliegen, als Captain eine kühne und total nette Mannschaft anführen und mir jeden Morgen überlegen, welchen erdähnlichen Planeten wir heute mal entdecken sollten.
3. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?
Leise - ich las früh und gerne, zog mich auf Kindergeburtstagen auch mal mit einem Buch in die Ecke zurück, während die anderen herumtobten. Allerdings erinnere ich mich zugleich an wildes Herumrennen und Rufen auf dem Grundschulhof, wo ich komischerweise irgendwann eine Anführerrolle einnahm, und an meine ebenso lautstarke Begeisterung, wenn wir nachmittags draußen "Enterprise" oder Cowboysachen spielten.
4. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?
Das intensive Erleben und die Begeisterung für so viele Dinge: Mein bester Freund holte mich morgens ab, schon der gemeinsame Schulweg war aufregend, auf dem Zaun balancieren, und was der Tag wohl bringen würde? Wie ich mich über Süßigkeiten vom Kiosk freute, das neue Mickymausheft, was man aus Lego für tolle Phaser bauen konnte, beim Sperrmüll den zehnten Lautsprecher aus einem kaputten Fernseher ausbauen und zu Hause mit Klingeldraht an den Cassettenrecorder anschließen. Ich habe furchtbar gerne gebastelt, kaputte Elektrogeräte auseinandergenommen und mir vorgestellt, aus den Teilen eine großartige, neue Erfindung zusammenzubauen.
5. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?
Mein Verhältnis war immer passiv (ich beherrsche kein Instrument, kann keine Noten lesen, fühle mich vollkommen unfähig) und zugleich äußerst intensiv. Bestimmte Melodien berührten mich so sehr, dass ich errötete und mir fast die Tränen kamen. Es gab ein Spulentonbandgerät mit aufgenommener Musik, vor dem ich stundenlang selbstvergessen sitzen konnte. Zu diesen ganz frühen musikalischen Erinnerungen gehören "Ruby Tuesday" von den Stones, "Meilenweit" von Martin Mann und "Capri, c’est fini" von Hervé Villard. Dann saßen wir in einem Urlaub im Restaurant, aus den Lautsprechern kam "Hey Jude", und ich war vom Donnerschlag gerührt. Der Rest steht hier im Blog.
1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?
Ein Teddybär von Steiff, vermutlich dieses Modell. Arme und Beine waren beweglich, und er brummte, wenn man ihn umdrehte. Ich mochte ihn sehr und er spendete zuverlässig Trost, auch später, als ich mich dafür eigentlich viel zu alt fühlte.
2. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?
Ich würde Astronaut werden und mit einem Raumschiff wie der Enterprise durchs All fliegen, als Captain eine kühne und total nette Mannschaft anführen und mir jeden Morgen überlegen, welchen erdähnlichen Planeten wir heute mal entdecken sollten.
3. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?
Leise - ich las früh und gerne, zog mich auf Kindergeburtstagen auch mal mit einem Buch in die Ecke zurück, während die anderen herumtobten. Allerdings erinnere ich mich zugleich an wildes Herumrennen und Rufen auf dem Grundschulhof, wo ich komischerweise irgendwann eine Anführerrolle einnahm, und an meine ebenso lautstarke Begeisterung, wenn wir nachmittags draußen "Enterprise" oder Cowboysachen spielten.
4. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?
Das intensive Erleben und die Begeisterung für so viele Dinge: Mein bester Freund holte mich morgens ab, schon der gemeinsame Schulweg war aufregend, auf dem Zaun balancieren, und was der Tag wohl bringen würde? Wie ich mich über Süßigkeiten vom Kiosk freute, das neue Mickymausheft, was man aus Lego für tolle Phaser bauen konnte, beim Sperrmüll den zehnten Lautsprecher aus einem kaputten Fernseher ausbauen und zu Hause mit Klingeldraht an den Cassettenrecorder anschließen. Ich habe furchtbar gerne gebastelt, kaputte Elektrogeräte auseinandergenommen und mir vorgestellt, aus den Teilen eine großartige, neue Erfindung zusammenzubauen.
5. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?
Mein Verhältnis war immer passiv (ich beherrsche kein Instrument, kann keine Noten lesen, fühle mich vollkommen unfähig) und zugleich äußerst intensiv. Bestimmte Melodien berührten mich so sehr, dass ich errötete und mir fast die Tränen kamen. Es gab ein Spulentonbandgerät mit aufgenommener Musik, vor dem ich stundenlang selbstvergessen sitzen konnte. Zu diesen ganz frühen musikalischen Erinnerungen gehören "Ruby Tuesday" von den Stones, "Meilenweit" von Martin Mann und "Capri, c’est fini" von Hervé Villard. Dann saßen wir in einem Urlaub im Restaurant, aus den Lautsprechern kam "Hey Jude", und ich war vom Donnerschlag gerührt. Der Rest steht hier im Blog.
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In diesen langen Wochen fernab des Weltgeschehens haben wir uns auf meinem Bett gemeinsam eingerichtet. Mehrmals pro Nacht muss ich meine Bettgenoss*innen neu sortieren, das geschieht aber ohne viele Worte und immer einvernehmlich. Am nächsten Morgen werde ich informiert, wieviel und wie laut ich geschnarcht habe.
"Nutzen Sie Ihren Partner, Ihre Partnerin oder eine App", hatte die KI vorgeschlagen, nachdem ich sie zum Thema befragte, und das kann ja nur rhetorisch gemeint sein: Schließlich bietet das Doppelbett mit der riesigen Decke, den vier Kissen und zwei Wärmflaschen (die dritte finde ich nicht) nun wirklich keinen Platz für eine weitere Person; eine Person zumal, die mich womöglich bald ins Nebenzimmer schickt, weil ich – angeblich! – schnarche. Oder die sich beschwert, nur weil ich mir ganz normal gegen 2:00h ein paar Käsebrote hole, wenn schon keine Frikadellen da sind; und der Teller braucht auch seinen Platz.
Am Ende gibt es noch Probleme mit der Auswahl der nächtlichen Lektüre, ich habe es schon im Ohr: Du immer mit deinem Kafka, kannst du nicht Kopfhörer nehmen, das Kapitel hattest du vorhin schon usw.; ja, danke!, ich bin nun mal eingeschlafen!, sorry!, soll ich nach der Lücke einfach weiterhören, nur weil du schon dreimal gehört hast, wie Frieda sich im Schulgebäude für K. aufopfert und er sie vernachlässigt – das möchte ich schon detailliert erfahren!
Meine Schnarch-App hingegen beschwert sich nicht, sondern erkennt – und respektiert! – , wenn ich den Raum verlasse oder das nächste Kapitel vom Hörbuch abspiele, sie filtert das einfach heraus, daran können sich manche Leute ein Beispiel nehmen. Und übrigens, wo wir gerade drüber reden: Wenn ich die App starte, steht da unmissverständlich Schlafen Sie allein!
Weniger sicher bin ich bei der Frage, wie sich Kunst und Leben gegenseitig beeinflussen. Stelle ich eine winzige, rein formale Änderungsanfrage bei den Stadtwerken, werden alle meine Verträge beendet; kündige ich eine von zwei Versicherungen, wird die andere umso teurer. Ich traue mich kaum noch, mich an irgendeine Institution zu wenden, sonst belehrt mich bestimmt jemand, dass ich ohne gräfliche Erlaubnis gar nicht hier schlafen dürfe – und mir fehlt die entsprechende Bescheinigung!
Wenn es vormittags Sturm klingelt und ich mit wirrem Haar und erschrockenem Blick im Bademantel die Tür öffne, steht da ein Gendarm, nennt meinen Namen und fragt, ob es sich dabei um meine Person handele. Gewiss, Herr, sage ich, und umgehend fordert er mich auf, mein Auto wegzuparken, da selbiges im absoluten Halteverbot stehe und man es andernfalls gleich abschleppen lasse. "Äh, wie, äh, hier? Äh, ja, klar! Sofort, Chef, unverzüglich!", antwortete K., und während er sich mühsam seines Bademantels entledigte und in eine Jogginghose sprang, dachte er fieberhaft nach.
Schließlich erinnerte er sich, dass er wahrhaftig am Vorabend sein Fahrzeug neben einem mobilen Schild abgestellt hatte, auf dem ein Halteverbot verkündet wurde, unter dem jedoch ein Zusatzschild mit der Inschrift "16.10." hing, und dass er ebendieses Zusatzschild nicht nur eingehend studiert, sondern darüber sogar mit seiner Tochter gesprochen hatte, die das Schild ebenfalls wahrgenommen und nach dessen Bedeutung gefragt hatte, so dass K. schließlich bewusst und voller Überzeugung genau dort parkte, denn der 16. Oktober war der vergangene Freitag und also längst vorüber, weshalb an der Rechtmäßigkeit seines Parkens keinerlei Zweifel bestehen konnten.

Als er nun eilig die Wohnung verließ und sich dem Schild näherte, las er: 16.10.-20.10.; und während er, hektisch rangierend, zwischen den hoch aufragenden und viel zu eng stehenden Baufahrzeugen auszuparken versuchte, glaubte K., in den Augen der Bauarbeiter, die ihn, erwartungsvoll auf ihre Schaufeln gestützt, bei seinem mühevollen Tun beobachteten, einen Ausdruck kecken Schuldbewusstseins zu erkennen, man hätte ihn wohl auch Sündenstolz nennen können.
"Nutzen Sie Ihren Partner, Ihre Partnerin oder eine App", hatte die KI vorgeschlagen, nachdem ich sie zum Thema befragte, und das kann ja nur rhetorisch gemeint sein: Schließlich bietet das Doppelbett mit der riesigen Decke, den vier Kissen und zwei Wärmflaschen (die dritte finde ich nicht) nun wirklich keinen Platz für eine weitere Person; eine Person zumal, die mich womöglich bald ins Nebenzimmer schickt, weil ich – angeblich! – schnarche. Oder die sich beschwert, nur weil ich mir ganz normal gegen 2:00h ein paar Käsebrote hole, wenn schon keine Frikadellen da sind; und der Teller braucht auch seinen Platz.
Am Ende gibt es noch Probleme mit der Auswahl der nächtlichen Lektüre, ich habe es schon im Ohr: Du immer mit deinem Kafka, kannst du nicht Kopfhörer nehmen, das Kapitel hattest du vorhin schon usw.; ja, danke!, ich bin nun mal eingeschlafen!, sorry!, soll ich nach der Lücke einfach weiterhören, nur weil du schon dreimal gehört hast, wie Frieda sich im Schulgebäude für K. aufopfert und er sie vernachlässigt – das möchte ich schon detailliert erfahren!
Meine Schnarch-App hingegen beschwert sich nicht, sondern erkennt – und respektiert! – , wenn ich den Raum verlasse oder das nächste Kapitel vom Hörbuch abspiele, sie filtert das einfach heraus, daran können sich manche Leute ein Beispiel nehmen. Und übrigens, wo wir gerade drüber reden: Wenn ich die App starte, steht da unmissverständlich Schlafen Sie allein!
Weniger sicher bin ich bei der Frage, wie sich Kunst und Leben gegenseitig beeinflussen. Stelle ich eine winzige, rein formale Änderungsanfrage bei den Stadtwerken, werden alle meine Verträge beendet; kündige ich eine von zwei Versicherungen, wird die andere umso teurer. Ich traue mich kaum noch, mich an irgendeine Institution zu wenden, sonst belehrt mich bestimmt jemand, dass ich ohne gräfliche Erlaubnis gar nicht hier schlafen dürfe – und mir fehlt die entsprechende Bescheinigung!
Wenn es vormittags Sturm klingelt und ich mit wirrem Haar und erschrockenem Blick im Bademantel die Tür öffne, steht da ein Gendarm, nennt meinen Namen und fragt, ob es sich dabei um meine Person handele. Gewiss, Herr, sage ich, und umgehend fordert er mich auf, mein Auto wegzuparken, da selbiges im absoluten Halteverbot stehe und man es andernfalls gleich abschleppen lasse. "Äh, wie, äh, hier? Äh, ja, klar! Sofort, Chef, unverzüglich!", antwortete K., und während er sich mühsam seines Bademantels entledigte und in eine Jogginghose sprang, dachte er fieberhaft nach.
Schließlich erinnerte er sich, dass er wahrhaftig am Vorabend sein Fahrzeug neben einem mobilen Schild abgestellt hatte, auf dem ein Halteverbot verkündet wurde, unter dem jedoch ein Zusatzschild mit der Inschrift "16.10." hing, und dass er ebendieses Zusatzschild nicht nur eingehend studiert, sondern darüber sogar mit seiner Tochter gesprochen hatte, die das Schild ebenfalls wahrgenommen und nach dessen Bedeutung gefragt hatte, so dass K. schließlich bewusst und voller Überzeugung genau dort parkte, denn der 16. Oktober war der vergangene Freitag und also längst vorüber, weshalb an der Rechtmäßigkeit seines Parkens keinerlei Zweifel bestehen konnten.

Als er nun eilig die Wohnung verließ und sich dem Schild näherte, las er: 16.10.-20.10.; und während er, hektisch rangierend, zwischen den hoch aufragenden und viel zu eng stehenden Baufahrzeugen auszuparken versuchte, glaubte K., in den Augen der Bauarbeiter, die ihn, erwartungsvoll auf ihre Schaufeln gestützt, bei seinem mühevollen Tun beobachteten, einen Ausdruck kecken Schuldbewusstseins zu erkennen, man hätte ihn wohl auch Sündenstolz nennen können.
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Ich liege hier ja nur noch so rum, da ist es gut, wenn ich mal aktiviert werde. Gestern abend schaute ich nebenbei auf mein Girokonto, aber da war nur noch ein riesiges Loch: Der lokale Gaswasserstromanbieter hatte meine finanzielle Infrastruktur weggebombt.
Nun hat das eine lustige Vorgeschichte, denn ich hatte vor ein paar Wochen eine harmlose Mail geschrieben mit der Bitte, die Verträge, ursprünglich auf zwei Personen ausgestellt, auf mich allein umzuschreiben, mehr so aus ästhetischen Gründen.
Ansatzlos bekam ich "Auszugsbescheinigungen" und Schlussabrechnungen zugeschickt, ein Anruf ergab: Muss so, geht nicht anders, kriegen Sie dann alles neu. Kam auch alles neu, aber nicht mit den alten Tarifen, sondern in teurer Grundversorgung. Anruf: Hä, warum haben die Kollegen das so umständlich gemacht, die hätten doch bloß den einen Namen rausnehmen müssen, dann wäre alles so weitergelaufen. Aber jetzt ist alles gekündigt und abgerechnet, zurück geht das leider nicht, und die alten Tarife gibt es nicht mehr, wir suchen Ihnen aber was Schönes raus.
Ich fand in mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, akzeptierte die neuen Tarife, erteilte die Einzugsermächtigung und hörte nichts mehr, bis ich gestern mein Konto in Scherben vorfand. "So kann man Kunden erschrecken, he he", freute sich der Kundendienstler, nachdem er mühsam und umständlich meinen bisherigen Verbrauch (alte Kundennummer, Moment!, unser System zickt hier!) ermittelt hatte. "Das ändern wir, ist ja monatlich mehr als sonst im halben Jahr!"
Klar, den neuen Abschlagplan könne er mir gerne brieflich zusenden, keine Sorge, ist jetzt korrigiert. Die erste Abbuchung sei allerdings nicht rückgängig zu machen. Ist OK, sagte ich, ist OK, das sollte nur lieber nicht noch mal, auf Dauer wird das finanziell sonst ein bisschen anstrengend. "Da schätze ich mal, dass Sie bei der ersten Jahresabrechnung eine Rückzahlung bekommen", freute er sich für mich, und das sind doch Aussichten, gerade in diesen Zeiten, vielleicht auch für Sie eine Idee?
Nun hat das eine lustige Vorgeschichte, denn ich hatte vor ein paar Wochen eine harmlose Mail geschrieben mit der Bitte, die Verträge, ursprünglich auf zwei Personen ausgestellt, auf mich allein umzuschreiben, mehr so aus ästhetischen Gründen.
Ansatzlos bekam ich "Auszugsbescheinigungen" und Schlussabrechnungen zugeschickt, ein Anruf ergab: Muss so, geht nicht anders, kriegen Sie dann alles neu. Kam auch alles neu, aber nicht mit den alten Tarifen, sondern in teurer Grundversorgung. Anruf: Hä, warum haben die Kollegen das so umständlich gemacht, die hätten doch bloß den einen Namen rausnehmen müssen, dann wäre alles so weitergelaufen. Aber jetzt ist alles gekündigt und abgerechnet, zurück geht das leider nicht, und die alten Tarife gibt es nicht mehr, wir suchen Ihnen aber was Schönes raus.
Ich fand in mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, akzeptierte die neuen Tarife, erteilte die Einzugsermächtigung und hörte nichts mehr, bis ich gestern mein Konto in Scherben vorfand. "So kann man Kunden erschrecken, he he", freute sich der Kundendienstler, nachdem er mühsam und umständlich meinen bisherigen Verbrauch (alte Kundennummer, Moment!, unser System zickt hier!) ermittelt hatte. "Das ändern wir, ist ja monatlich mehr als sonst im halben Jahr!"
Klar, den neuen Abschlagplan könne er mir gerne brieflich zusenden, keine Sorge, ist jetzt korrigiert. Die erste Abbuchung sei allerdings nicht rückgängig zu machen. Ist OK, sagte ich, ist OK, das sollte nur lieber nicht noch mal, auf Dauer wird das finanziell sonst ein bisschen anstrengend. "Da schätze ich mal, dass Sie bei der ersten Jahresabrechnung eine Rückzahlung bekommen", freute er sich für mich, und das sind doch Aussichten, gerade in diesen Zeiten, vielleicht auch für Sie eine Idee?
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Ihr habt ja alle in der Coronazeit angefangen, eigenes Brot zu backen und von eurem Sauerteig zu erzählen. Bei mir ist es umgekehrt, ich habe vor ein paar Monaten mit dem Brotbacken angefangen und jetzt habe ich Corona.
Diesen Moment nutze ich, um mein aktuelles Vorgehen festzuhalten, nicht zuletzt als Notiz für mich selbst, denn wen interessieren schon die Brotgeschichten anderer Leute? Echt jetzt mal! Ich backe ohne Rezept nach Gefühl drauflos, es hat sich ungefähr so herausgemendelt:
Sauerteig (i.d.R. Roggenvollkorn): Ich bewahre 1-2 Esslöffel als sogenanntes Anstellgut im Kühlschrank auf, er hält locker eine Woche durch. Zum Aktivieren gehe ich zweistufig vor: Etwa 100g Wasser und 100g Mehl zu dem Anstellgut geben und verrühren. Wenn der Sauerteig nach einigen Stunden schön hochgeht und blubbert, das Ganze wiederholen. Im Ergebnis stehen ca. 400g aktiver Sauerteig. Neues Anstellgut abnehmen und in den Kühlschrank.
Brotteig: Den Sauerteig in die Knetschüssel, dazu knapp 700g Mehl in beliebiger Zusammensetzung, z.B. Roggenvollkorn (je mehr davon, umso kompakter und bioladenmäßiger wird es) oder Dinkel zwischen 630 und Vollkorn, meist eine Mischung aus allem. Optional einen kleinen Teil durch dubioses Zeug aus dem Vorrat ersetzen, das weg muss (was soll ich mit Kichererbsenmehl? Rein damit, wir lassen nichts umkommen!)
Gute 20g Salz und ein paar Brotgewürze (Kümmel, Kreuzkümmel, Anis, Fenchel) hinein und vorsichtig auf niedriger Stufe loskneten, dabei langsam Wasser zugeben, bloß nicht zuviel, bis eine schöne und eher feste Konsistenz entsteht und sich der Teig nach ein paar Minuten gut vom Schüsselrand löst.
Teigruhe 1: In eine geölte Schüssel geben und mit feuchtem Tuch abdecken, dann über Nacht (oder länger) in den Kühlschrank. Das Volumen muss sich deutlich vergrößern.
Teigruhe 2: Direkt im Römertopf, in dem dann auch gebacken wird – dazu auf den Boden ein Stück Backpapier legen und die Wände mit Öl bepinseln. Den Teig auf bemehlter Fläche zu einem Laib formen und in den Römertopf setzen. (Bei versehentlich zu weichem Teig direkt aus der Schüssel in den Römertopf schaben.) Abgedeckt eine gute Stunde gehen lassen, dabei zugleich den Römertopf wässern.
Backen: Laib oben einschneiden (entfällt bei sehr weichem Teig). Römertopf mit Deckel in den kalten Ofen, auf 250° hochheizen; wenn diese erreicht sind, 15 min backen. Auf 210° reduzieren und weitere 15 min backen. Den Deckel abnehmen und das Brot vorsichtig aus dem Römertopf auf das Gitter gleiten lassen. Noch mal ca. 15 min backen, bis der Bräunungsgrad stimmt und das Brot beim Klopfen hohl klingt.
Offenbar verwende ich ungewöhnlich viel Sauerteig, es sind 20-25% bezogen auf die gesamte Mehlmenge, jedoch hilft das bei hohem Roggenanteil, hält das Brot besonders lange frisch, und zudem mag ich den Sauerteiggeschmack – er war mir noch nie zu stark, auch bei reinen Dinkelbroten.
Mein letztes Brot ist nun gründlich misslungen, weil ich von dem beschriebenen Vorgehen abgewichen bin und gleich zwei Dinge ausprobiert habe: Ich habe ein sogenanntes Kochstück verwendet, das ist eine vorab hergestellte, puddingartige Masse aus (in diesem Fall Dinkel-) Mehl und Wasser, die das Brot weicher und noch haltbarer machen soll. Und ich habe die Autolyse probiert, also zuerst Mehl und Wasser grob vermischt und eine halbe Stunde stehen lassen, auch das soll die Teigstruktur verbessern. Insgesamt war dadurch aber viel zu viel Wasser im Teig und das Brot blieb flach.
Meine nächsten Versuche werden also: a) Nur das Kochstück verwenden und ansonsten vorgehen wie oben beschrieben und b) Fermentolyse probieren, d.h. Sauerteig, Mehl und Kochstück vermischen, nach Bedarf vorsichtig Wasser zugeben, eine halbe Stunde abwarten – erst dann Salz, Gewürze und ggf. noch etwas Wasser hineinkneten. Davon werde ich hier (mindestens an mich selbst) berichten.
Diesen Moment nutze ich, um mein aktuelles Vorgehen festzuhalten, nicht zuletzt als Notiz für mich selbst, denn wen interessieren schon die Brotgeschichten anderer Leute? Echt jetzt mal! Ich backe ohne Rezept nach Gefühl drauflos, es hat sich ungefähr so herausgemendelt:
Sauerteig (i.d.R. Roggenvollkorn): Ich bewahre 1-2 Esslöffel als sogenanntes Anstellgut im Kühlschrank auf, er hält locker eine Woche durch. Zum Aktivieren gehe ich zweistufig vor: Etwa 100g Wasser und 100g Mehl zu dem Anstellgut geben und verrühren. Wenn der Sauerteig nach einigen Stunden schön hochgeht und blubbert, das Ganze wiederholen. Im Ergebnis stehen ca. 400g aktiver Sauerteig. Neues Anstellgut abnehmen und in den Kühlschrank.
Brotteig: Den Sauerteig in die Knetschüssel, dazu knapp 700g Mehl in beliebiger Zusammensetzung, z.B. Roggenvollkorn (je mehr davon, umso kompakter und bioladenmäßiger wird es) oder Dinkel zwischen 630 und Vollkorn, meist eine Mischung aus allem. Optional einen kleinen Teil durch dubioses Zeug aus dem Vorrat ersetzen, das weg muss (was soll ich mit Kichererbsenmehl? Rein damit, wir lassen nichts umkommen!)
Gute 20g Salz und ein paar Brotgewürze (Kümmel, Kreuzkümmel, Anis, Fenchel) hinein und vorsichtig auf niedriger Stufe loskneten, dabei langsam Wasser zugeben, bloß nicht zuviel, bis eine schöne und eher feste Konsistenz entsteht und sich der Teig nach ein paar Minuten gut vom Schüsselrand löst.
Teigruhe 1: In eine geölte Schüssel geben und mit feuchtem Tuch abdecken, dann über Nacht (oder länger) in den Kühlschrank. Das Volumen muss sich deutlich vergrößern.
Teigruhe 2: Direkt im Römertopf, in dem dann auch gebacken wird – dazu auf den Boden ein Stück Backpapier legen und die Wände mit Öl bepinseln. Den Teig auf bemehlter Fläche zu einem Laib formen und in den Römertopf setzen. (Bei versehentlich zu weichem Teig direkt aus der Schüssel in den Römertopf schaben.) Abgedeckt eine gute Stunde gehen lassen, dabei zugleich den Römertopf wässern.
Backen: Laib oben einschneiden (entfällt bei sehr weichem Teig). Römertopf mit Deckel in den kalten Ofen, auf 250° hochheizen; wenn diese erreicht sind, 15 min backen. Auf 210° reduzieren und weitere 15 min backen. Den Deckel abnehmen und das Brot vorsichtig aus dem Römertopf auf das Gitter gleiten lassen. Noch mal ca. 15 min backen, bis der Bräunungsgrad stimmt und das Brot beim Klopfen hohl klingt.
Offenbar verwende ich ungewöhnlich viel Sauerteig, es sind 20-25% bezogen auf die gesamte Mehlmenge, jedoch hilft das bei hohem Roggenanteil, hält das Brot besonders lange frisch, und zudem mag ich den Sauerteiggeschmack – er war mir noch nie zu stark, auch bei reinen Dinkelbroten.
Mein letztes Brot ist nun gründlich misslungen, weil ich von dem beschriebenen Vorgehen abgewichen bin und gleich zwei Dinge ausprobiert habe: Ich habe ein sogenanntes Kochstück verwendet, das ist eine vorab hergestellte, puddingartige Masse aus (in diesem Fall Dinkel-) Mehl und Wasser, die das Brot weicher und noch haltbarer machen soll. Und ich habe die Autolyse probiert, also zuerst Mehl und Wasser grob vermischt und eine halbe Stunde stehen lassen, auch das soll die Teigstruktur verbessern. Insgesamt war dadurch aber viel zu viel Wasser im Teig und das Brot blieb flach.
Meine nächsten Versuche werden also: a) Nur das Kochstück verwenden und ansonsten vorgehen wie oben beschrieben und b) Fermentolyse probieren, d.h. Sauerteig, Mehl und Kochstück vermischen, nach Bedarf vorsichtig Wasser zugeben, eine halbe Stunde abwarten – erst dann Salz, Gewürze und ggf. noch etwas Wasser hineinkneten. Davon werde ich hier (mindestens an mich selbst) berichten.
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