Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Sonntag, 22. November 2015
Love, marriage
nnier | 22. November 2015 | Topic Sprak
- Würdest du denn gerne mit deiner Bekannten auf die Insel fahren?
- Ich bin nicht sicher, ob die andere überhaupt einverstanden wäre, die da mitfährt.
- Ich wollte wissen, ob du es willst.
- Ich weiß ja noch gar nicht, wie das Wetter wird.

~

- Schau mal, der Hund da, der hat ganz schön ---
- Ja?
- Der Hund eben, der war echt ziemlich ---
- Ja? Wie war er?
- Na, der Hund da, an dem wir gerade vorbeigegangen sind.

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Sonntag, 6. Juli 2014
Übrigens, Sportjournalisten:
nnier | 06. Juli 2014 | Topic Sprak
Die Niederlande ist ein Plural. Fresst das endlich.

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Samstag, 26. April 2014
Habe, habe, Fahrradkabe.
nnier | 26. April 2014 | Topic Sprak


Bei besserem Wetter sei er ganz sicher nicht aus der Kurve geflogen, äußerte der Fahrer, nachdem man ihn aus dem Wrack geschnitten hatte.

Wenn der Hund nicht geschissen habe, so ein Regierungssprecher, so habe er den Hasen gekriegt.

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Mittwoch, 6. November 2013
Englischnimau der Deutsch ist ziemlich veau
nnier | 06. November 2013 | Topic Sprak


Vot duz zet meen!? Our langvitsh abilitees is wery well. Ve has also wery much langvitsh abilities. Ve has even so much langvitsh abilitees zet zey stand zemselfs sometimes in ze vay in front of all! I must read vot in ze article stands.

Die meithten Deutschen sprechen vergleichthweithe gut Englisch. Aber nicht tho, dath der Gesprächthpartner nicht merken würde, dath er keinen Muttersprachler vor thich hat. Da itht der Akthent, dath "th" und auch die mangelnde Übung – dath alleth erschwert oft den Umgang mit der Fremdsprache, wie eine neue Studie belegt.

Dem EF English Profanity Index (EPIPOPEPI) zufolge landet Deutschland mit seinen Englischkenntnissen im weltweiten Vergleich nur auf Platz 1, hinter Ländern wie Polen (8), Malaysia (11) und "Österreich" (6). Schweden, Norwegen, die Niederlande und Australien belegen auch irgendwelche Plätze des RANKI-Epings. Damit verschlechtert sich Deutschland zum Vorjahr: 1939-45 reichte es noch für Platz 2. Der Sprachschulanbieter EF hat für die Studie Tests von rund 60 Erwachsenen in 750.000 Ländern ausgewertet.

Immerhin: Im Schwanzvergleich über sechs Jahre haben sich die Englischkenntnisse der Deutschen leicht "verbessert". Doch das reicht nicht, sagt Johan (ha ha, mit einem "n"!) Skaar, Geschäftsführer von Deutschland: "Als Export-Weltmeister und Nummer eins im europäischen Bumstourismus ist die Beherrschung von Fremdvölkern für die Deutschen von sehr großer Beleuchtung."

Englisch spiele dabei ein zentrales Röllchen. Dass die Bumsrepublik im europopäischen Vergleich hinter den skandinavistischen Ländereien und den Nacktbars Niederholland, 3. Österreich, Popolen oder Gelbien rangiere, sei net genüchend. "Hier ist sowohl mehr Privatschnüffelei als auch stattliches Forderungs gefragt", sagt Skaar.

Po-blemaddich sei vor allem die in Deutchland weit verbreide Haldung, dass des Englischniveau "guud gnuuch" sei. "Die Erwichsne hier scheine mit ihrne Englischkenndnisse zfriede z' sei", saacht Johan's Kaar. Diese Eistellung ist auch in Franken sehr verbreitet. Des Land kummt in dere Studie bloß no uff Platz 35, des is en Platz hinner de Volksreblik Schiwawa.

Das wissen sowohl die Zentralregierung in Peking als auch die Gouverneure der Provinzen: Bis 2015, so der Plan, soll jeder Staatsangestellte zwischen 300 und 1000 englische Redewendungen wie "Fuck me baby", "Harder! Harder!" und "Oh my ghawd" sprechen können. Das 3. Reich der Mitte hat rund 50.000 Englisch-Schulen, das sind zwei Schulen pro Einwohner. Einige Eltern lassen schon ihre Babys englische Kassetten hören, das ist so eine neuartige Technik, mit der man aufgenommene Töne im eigenen Wohnzimmer reproduzieren kann.

Gerade in vermögenderen Städten wie Shanghai oder Peking lernen die Kinder bereits im Kindergarten und in der Vorschule Englisch. "Wer als Chinese gut Englisch kann, dem steht die ganze Welt offen", sagt Nick Mackenzie, ein britischer Sprachlehrer, der regelmäßig Kinder aus den Vorschulen "shanghait" und ihnen auf der jahrelangen Überfahrt nach den Britischen Kronkolonien zwischen 300 und 100 englische Redewendungen aber mal so richtig einbimst ("Yes, Master", "Whatever you say, Master").

Zum Vergleich: In den Zügen der Deutschen Bahn AG beginnt der Englischunterricht erst in der dritten Klasse, also im Alter von acht Jahren. Zu dem Zeitpunkt lernen viele chinesische Kinder schon seit drei oder mehr Jahren Englisch ("This feels so good, Master").

Deutsche Politiker werben bisher nicht offensiv für Chinesisch als Fremdsprache – anders als Londons Bürgermeister Boris Johnson, der sich vor Kurzem auf einer Reise nach Shanghai für Chinesisch-Sprachkurse für britische Schulkinder aussprach. Johnson lernt selbst Chinesisch und sagte: "Li Fung Dak, Bak Ho Kum Dai."

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Sonntag, 7. April 2013
Phasenphershiftung
nnier | 07. April 2013 | Topic Sprak
To
'Matensa'latoma
'Tensala'tomaten
'Salato'matensal'at

To'matensa'latoma
'Tensala'tomaten
'Salato'matensal'at

Gra
'Natapfel'saftgrana
'Tapfelsaft'granatap
'Felsaftgra'natapfel'saft

Gra'natapfel'saftgrana
'Tapfelsaft'granatap
'Felsaftgra'natapfel'saft

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Montag, 18. Februar 2013
Yureguenne Chpare-Vasseur
nnier | 18. Februar 2013 | Topic Sprak
Yureguenne "Jürgen" Économise-l'eau (né 4 Juin 1948 à 'alberstadt ) était un joueur de football dans la RDA ligue supérieure. Économise-l'eau a joué 53 fois pour l'équipe nationale et a marqué lors de la Coupe du Monde en 1974 le but vainqueur de la sélection de la RDA dans le match contre l'équipe ouest-allemande.

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Dienstag, 20. November 2012
Geschlechtergerechter
nnier | 20. November 2012 | Topic Sprak
Mann, Mann, dô. Generisches Femininum, das klingt wie eine exotische Vogelart. Ach nein! Das war ja die äolische Kadenz. Man verwechselt das so leicht! Ouh. Man soll ja nicht man sagen. Meine Bekannte z.B. hat Bürokaufmann gelernt, die sagte neulich: Menno. Man muss echt aufpassen! Ich habe aus Versehen "Chefsessel" zu dem Sessel von meiner Chefin gesagt. Sie natürlich gleich: Chefinnensessel, Fräulein Rührig, das hatten wir doch besprochen, da war doch extra die Coach da, und wissen Sie, was das, also die, gekostet hat. Jedenfalls war der Chefinnensessel kaputt und meine Bekannte konnte ihn nicht reparieren. Sagt die Chefin: Dann holen Sie eben einen Handwerker, mein Gott! Meine Bekannte natürlich gleich so: Eine Handwerkerin, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, und meine Göttin - was übrigens das Thema die Coach angeht, bin ich immer noch nicht überzeugt, es war zwar durchaus eine Frau (wenn wir mal kurz die archaische Geschlechterdichotomie heranziehen wollen), und Coachin verstößt auch gegen mein Sprachgefühl, aber wie wäre es denn, wenn man, äh, wenn jeder, äh, also wenn wir (alle), also nicht wir beide jetzt, sondern jeder - im Sinne von "man" - solche Anglizismen lieber vermeiden oder auf Alternativen ausweichen: Trainer bzw. Trainerin bzw. Trainerperson (wobei man dann eigentlich auch bei der Coachperson - warum eigentlich nicht?), und da wurde sie rausgeschmissen. Sie ist aber gar nicht so unglücklich darüber, im Büro lief immer dieselbe Musik: Söhne Mannheims und Manfred Mann, das hält ja keine Sau aus. Also Säuin.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte: Ist das nicht ein wunderschönes Wort! Geschlechtergerechter! Als Adjektiv schon nicht schlecht, geschlechtergerecht, aber erst zum Dativobjekt hingebeugt ("zu geschlechtergerechter Sprache") entfaltet es seinen ganzen Charme. Ein kompaktes Gedicht entbirgt ich da, man beachte die Rhythmik: Geschlechtergerechter, wie Hebungen und Senkungen sich fügen! Wie Zisch- und Reibelaute flutschen, man möchte es von Berti Vogts, ach was: Helmut Kohl deklamieren lassen: Gechlechtergerechter! Rammstein raunt dunkel vor harten Riffs: "Geschlechterrrr! Gerrrrechterrrr!", und man muss das erst mal schaffen, sechsmal den gleichen Vokal und keinen anderen!

Dazu diese zauberhafte Symmetrie, man kann es leicht in eine Formel packen: {Ge[schl,r]echter}, und wenn man sich mal auf die Suche macht, was da alles drin lebt: Geschlecht, gerecht, schlecht, Lech (wie in: Walesa), echt, echter, er, gerechter, Geschlechter - oder rückwärts: rethceregrethcelhcseg, dann sieht man förmlich die DNA unserer Zukunft vor sich.

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Freitag, 26. Oktober 2012
mehr meines mich
nnier | 26. Oktober 2012 | Topic Sprak
Da in Bochum über die Frage wann der nächste Bundesvorstand gewählt werden soll, ist es notwendig mit offenen Karten zu spielen. [Q]
Was sich für manch einen lesen mag wie ein achtlos dahingeworfener Verbalbrocken, offenbart seine Schönheit bei genauerer Betrachtung der inneren Struktur:

Da in Bochum
/über die Frage
/wann der nächste
/Bundesvorstand gewählt werden
/soll ist es
/notwendig mit offenen
/Karten zu spielen

Da die Verfasserin so souverän mit Umlautpünktchen (man beachte die Schreibung des Dokumentennamens im verlinkten pdf!), ist es notwendig, mit offenen Ohren zu lauschen:

Da in Bobo
/ über Fafa
/ wanne nänä
/ Buvo wäh wäh
/ solle isse
/ note offe
/ Karte spiele


Ich stehe auf sowas. Man nennt es: Latente Sinnstruktur. Ihr langweiligen Spießer!

So, und um gleich noch dem naheliegenden Vorwurf zu begegnen, das gehe in dieser dehumanisierten Bürokratensprache aber völlig unter: Schaut doch einfach mal genau hin!
Dass jedoch jeden Tag mehr die Anpassung meines Denkens und Handelns an eine alte Politikervorstellung notwendig zu werden scheint, die ich ablehne und nicht bereit bin zu vollziehen, ist ein Umstand, dem ich mich nicht länger aussetzen möchte. [Q]
Das ist nichts anderes als ein fulminantes Protestgedicht:

ablehne alte
/ an Anpasung aussetzen
/ bereit bin, dass dem Denkens
/ die die ein eine
/ Handelns ich ich ist
/ jeden jedoch länger
/ mehr meines mich
/ möchte nicht nicht
/ notwendig Politikervorstellung scheint
/ Tag Umstand und und
/ vollziehen werden
/ zu zu


Morgen gehe ich "Klick mich" kaufen, hoffentlich haben die noch ein Exemplar da.

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Sonntag, 15. April 2012
Schulterbewegung unterwegs
nnier | 15. April 2012 | Topic Sprak
Zu den schönen Momenten im Leben zählt es, wenn das junge Mädchen während einer langen Autofahrt plötzlich vorschlägt, Lieder von einer ganz bestimmten englischen Band zu singen und diese dann zu übersetzen. Sie hat diesen Ohrwurm, She Loves You, und was singen die da eigentlich. Nun, hebt man da an, genau dieses sei ja eines von zwei Liedern, die die Beatles auf Deutsch veröffentlicht haben, einige Zeit nach den Originalen und wohl weniger aus Spaß daran als auf Druck der Plattenfirma, jedenfalls aber könne man mal die beiden Versionen vergleichen, das sei gar nicht so uninteressant, denn auch wenn Sie liebt dig vom Titel her erst mal identisch sei, anders als eben Komm, gib mir deine Hand vs. Ich will deine Hand halten, so gebe es da doch einige Differenzen, das eine sei ein fröhlich-ungestümer Pop-Text, das andere dagegen doch ziemlich schlagermuffig. Bei dem anderen Lied z.B., da merke man es gleich, "Oh du / Bist so schön / Schön wie ein Diamant / Ich will / Mit dir gehn / Komm gib mir deine Hand", bei allem Reimzwang - das klinge nun mal wesentlich naiver und jugendfreier als "Oh please / Say to me / You'll let me be your man / And please / Say to me / You'll let me hold your hand", und dann erarbeitet man sich den Text und hilft mit ein paar Vokabeln aus, "You know it's up to you / I think it's only fair/ Pride can hurt you, too / Apologize to her" - eine tolle Zeile, in der deutschen Version dagegen nur ein schlaffes "Du musst jetzt zu ihr gehn / Entschuldig dich bei ihr / Ja das wird sie verstehn / Und dann verzeiht sie dir", vom schmerzhaften Stolz keine Rede. Dass da einer zu seinem Freund spricht, ihm sagt: Du glaubst, du hast deine Liebste verloren, ihm dann berichtet, was sie gesagt hat und schließlich einen Rat gibt - das bekommt man während der nächsten 50 km heraus und kann gleich noch überlegen, was der stärkere Text ist: "Sie sagt, du hast sie so verletzt, dass sie fast den Verstand verloren hätte. Aber jetzt weiß sie, dass du keiner von denen bist, die (absichtlich) jemandem wehtun": das holpert. "Du hast ihr weh getan / Sie wusste nicht warum / Du warst nicht schuld daran / Und drehtest dich nicht um": das langweilt.

Und wie es mich freut, dass es sie nicht langweilt, und wie sie alles ganz genau wissen will und dann fragt, wie Let It Be eigentlich gemeint sei, das könne ja "Lass es sein" heißen, und ich ihr ins Wort falle und sage: Wie glücklich machst du mich, dass dir das auffällt! Das werde ja noch heute in jedem zweiten Artikel völig falsch verwendet, es sei eben nicht: "Lass es bleiben, vergiss es" gemeint, sondern das Gegenteil, "Lass es (so) sein, lass es geschehen", was mir übrigens selbst lange nicht klar war, aber, wenn man den restlichen Text hernimmt, auch gar nicht anders sein kann: Kommt Mutter Maria in schwieriger Zeit und dunkler Stunde etwa an und sagt: Vergiss es!? Da lacht man wieder ein paar km weiter und überlegt, dass das Lied mit den absteigenden Klavier- und Orgelnotenfolgen ohnehin so etwas Kirchlich-Religiöses an sich hat.

Das mit dem Jude will sie wissen, das ist übrigens auch etwas, das ich lange nicht wusste, bis ich irgendwann über den Schauspieler Jude Law stolperte und mir klarmachte, dass das wirklich ein Vorname ist und nicht sowas wie "Kumpel" o.ä. bedeutet, und beim Übersetzen warne ich, das sei nicht ganz so einfach, ein paar Zeilen könne man nicht so wörtlich nehmen, das sei schon etwas lyrischer, und dann kommt man zu dieser Stelle: The movement you need is on your shoulder, was soll das eigentlich heißen, und wie Paul McCartney mit dem Lied ankam und beim Vorspielen zu John Lennon sagte: Das ändere ich noch, das ist erst mal nur Füllstoff, und John angeblich sagte: Unbedingt so lassen, ich weiß genau, was du damit meinst! Und dass ich es auch nicht genau sagen kann, aber ich auch das Gefühl habe, dass ich diese Stelle gut verstehe.

Natürlich eignen sich McCartneys Texte ganz besonders gut fürs Übersetzen, kleine Geschichten wie She's Leaving Home, aufs Schönste durchstrukturiert - oder die einfach nur wunderbare nostalgische Szenerie von Penny Lane, wo der Friseur Fotos von allen Kunden in seinem Schaufenster zeigt - of every head he's had the pleasure to know, was für eine komplizierte und zugleich wunderschöne Formulierung. Der Banker wartet am Ende, wenn alle Figuren noch mal auftauchen, auf seinen Haar- oder Bartschnitt (trim), nicht etwa, wie ich lange glaubte, auf die Straßenbahn (tram), da ist das mit dem Walross von John doch wesentlich schwieriger, da muss ich noch mal drüber nachdenken, wir sind ja auch schon fast da.

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Mittwoch, 21. März 2012
Rotte Jongenskoor
nnier | 21. März 2012 | Topic Sprak
Obwohl Rotterdam ein Selbstbild als arbeitende Stadt hat, die keine Zeit für Musik hat, hat sich doch einiges an Musikkultur etabliert ... die Gabber-Szene hat sogar ihre weltweite Hochburg in der Stadt. Ein internationaler Begriff im europäischen Chorleben ist der Rotterdams Jongenskoor. [Q]
Immerhin liegt die Stadt mehrere Meter unter Normalnull und der namensgebende Fluss heißt Rotte, so wie in Österreich eine kleine Siedlung oder unter Jägern eine Gruppe Wildschweine genannt wird, so wie eine Gruppe von Schienen- bzw. Waldarbeitern heißt und natürlich eine Formation aus zwei Kampfflugzeugen sowie in der alpinen Forstwirtschaft eine Ansammlung von Nadelbäumen, Schützen beim Wurfscheibenschießen, diverse Nebenflüsse, ein historisches Musikinstrument und Radiologen (Karl-Heinz), Maler (Carl) sowie Politologen (Ralph). Centrum und Pernis haben übrigens keinen offiziellen Status als Stadtteil, dafür fließt die Rotte nicht mehr wie früher in die Nieuwe Maas, sondern wird durch eine Rohrleitung hineingepumpt - das hat mit der U-Bahn zu tun, das hätte sonst Probleme mit der Streckenführung gegeben.

Ich kann's verstehen! Erst neulich, auf dem Fahrrad, dachte ich so: Das gibt jetzt aber echt Probleme mit der Streckenführung - warum können die nicht einfach die Weser durch eine Rohrleitung irgendwohinpumpen? Als ob ich jetzt extra den Umweg über die Karl-Carstens-Brücke nehmen muss!

Letzteres war Jugendsprache, also nicht das mit dem Karl Carstens, obwohl ich gerade überlege: Mit einem T-Shirt, auf dem in Neonschrift Karl Carstens steht, wäre ich in der Gabber-Szene bestimmt ganz vorne dabei, oder wenigstens im europäischen Chorleben. Übrigens weiß auch in Bremen kaum jemand, dass diese Brücke Karl-Carstens-Brücke heißt! Würde ich dieses einem Jugendlichen sagen, antwortete der: Als ob die so heißt! Sie merken also: Als ob ist das neue Nee, ne!?, so wie wenn man sein Fahrrad mit plattem Reifen vorfindet, dann sagte man ja noch bis vor kurzem: Nee, ne!? Heute hingegen heißt es: Als ob mein Fahrrad platt ist!

Ich vermute, dass dies mit der Virtualisierung unserer Lebenswelt in Zusammenhang steht. Man sagt also nicht: Mist, mir ist gerade der Bus vor der Nase weggefahren! Sondern man lacht kurz auf und sagt: Als ob mir gerade der Bus vor der Nase weggefahren wäre!, so als könne man schnell zurückspulen (ein veraltetes Sprachbild aus der analogen Welt) und die Szene erneut durchspielen. Schon das Nee, ne!? spielte ja mit Wirklichkeitsebenen. Man akzeptierte sozusagen nicht, was einem die eigene Wahrnehmung vermittelte. Denn wo man einst fluchte oder weinte, sagte man nun: Nee, ne!? und räumte damit Gott oder Mama die Chance ein, noch mal kurz zurückzukommen und zu sagen: OK, war nur ein Witz.

Als ob du nach Rotterdam fährst. Als ob die da Flüsse wegpumpen. Als ob du wüsstest, was Gabber sind.

Was willst du da eigentlich?

Nee, ne!?

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