Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Freitag, 19. September 2008
Erkennen Sie die Melodie?
nnier | 19. September 2008 | Topic Musiq
Es gibt eine gute Idee auf der CD Love, darin sind sich auch die meisten Kritiker einig: Den wahnsinnigen Beat von Tomorrow Never Knows zu kombinieren mit dem schleppenden Gesang von Within You Without You, das hat was, das macht beim Hören Spaß. Wenn Giles Martin nur nicht noch immer etwas hätte draufpacken müssen, einblenden, ausblenden, Soundfetzen noch und nöcher; dennoch, das kann man sich anhören.

Ich weiß ja nicht, wie das ist, wenn man das eigentliche Werk der Beatles nicht so gut kennt - vielleicht kann man dann, womöglich als soundbitsampleklangfetzengewöhnter Dauermusikhörer, sich diese Klangtapete namens Love auch irgendwie anhören. Mich nervt sie, leider.

Leider, denn ich bin durchaus ein Freund von seltsamen Neuarrangements und extremen Remixen. Punk-Beatles? Warum nicht? Eleanor Rigby in der Prärie? Schön! McCartney Mash-Up? Sehr gerne!

Also war ich durchaus offen für das Experiment, das Vater (weniger) und Sohn (mehr) Martin hier durchgeführt haben. Was ist schiefgegangen? Warum höre ich diese CD fast nie?

Es gibt verschiedene Gründe. Zum einen fehlt ein durchgängiges Konzept: Soll das nun ein Mash-Up-Album sein? Dann fragt man sich, warum zwischendurch z.B. Help! praktisch im Original eingebaut ist. Oder soll à la Stars on 45 eine schnelle Hit-Revue abgefeiert werden? Das klappt halbwegs bei Drive My Car/The Word/What You're Doing und wird dann durch die unmotiviert eingestreuten Schnipsel und fehlende Verbindungen gleich wieder aufgegeben. Oder sollte doch in erster Linie der Sound aufpoliert werden? Darauf warten in der Tat viele Fans, die gerne mal eine Abmischung auf Basis der heutigen technischen Möglichkeiten hören würden. Die brauchen dann aber keine durcheinandergewürfelten Fetzen. Das Album wirkt also inkonsequent und so, als habe jemand einfach mal alles durchdigitalisiert und dann begeistert alle Möglichkeiten der digitalen Klangverarbeitung ausprobiert - mal wild gemixt, mal ähnliche Nummern hintereinandergelegt, mal nur den Klang "verbessert".

Zum anderen tut es mir weh, wenn dumm gemogelt wird: Da wird das unverkennbare Kreischen der Fans unter die Studioversion von I Want to Hold Your Hand gemischt, die auch noch gekürzt ist (wie übrigens auch bei Hey Jude eine Strophe einfach weggelassen wird). Das hat nichts mehr mit dem "Mash-Up"-Gedanken zu tun, denn hier werden eben gerade keine Gegensätze zusammengeführt, sondern es wird genau der Epoche entsprechend ein Sound zum anderen gefügt und damit nur ein billiger, hohler Wiedererkennungseffekt produziert.

Vor allem aber strengen mich die übermäßig eingestreuten, klingeltonartigen Klangstückchen sehr an. Ständig sucht das Hirn die Zuordnung: Ah! Die Trompete aus Penny Lane! Oh! Dies ist aus Nowhere Man und das ist aus A Hard Day's Night. Ächz.

Nun hört das alles ja nicht auf. Heute bekam ich die Werbung für eine neue DVD zugeschickt, es muss ja jedes Jahr etwas für den weihnachtlichen Gabentisch angeboten werden, und da wurde mir erst wieder bewusst, dass Love ja nur der Soundtrack zu einer Zirkusvorstellung ist. (Ja, Beatleslieder als Zirkusmusik, das ist leider so.) Und von mir aus soll der Cirque du Soleil der beste Zirkus der Welt sein, soll es meinetwegen Abba- und Queen-Musicals geben - bitteschön - aber dies sind die Beatles! Und die, bzw. ihre Witwen, scheinen auch noch fest entschlossen, das alles toll zu finden; treten z.B. in einer sagenhaft blöden Larry-King-Show auf und erzählen brav, wie neuartig und kreativ das alles sei. Passt auf eure Integrität auf, Jungs und Mädels!

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Donnerstag, 18. September 2008
Oh, Mensch, du, sorry, da ist uns was Blödes passiert!
nnier | 18. September 2008 | Topic Klar jewesn
Hier, 500.- € und noch 'ne Zugfahrkarte, nix für ungut!

(Oder: Jemand musste R.s Pass gefunden, sein eigenes Bild eingeklebt und damit die Betrugsserie begangen haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.)

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Montag, 15. September 2008
When all you have is a hammer ...
nnier | 15. September 2008 | Topic Klar jewesn
... everything looks like a nail.

Der Artikel im Spiegel über den Anruf des falschen Müntefering bei der echten Ypsilanti hat mich neugierig gemacht. Schon in der Überschrift heißt es: Ypsilantis Ehrfurcht vor dem falschen Münte, und so geht's dann weiter:
Deutlich ist zu hören, wie eine Ministerpräsidentin in spe erstarrt, wenn der künftige Parteichef anruft ... verrät einiges über das Verhältnis zweier führender Sozialdemokraten ... Der Adrenalinausstoß steigt schlagartig, für Zweifel ist im Denken kein Platz ... bleibt ein unvorteilhafter Gesamteindruck, weil Ypsilanti vor Müntefering in Ehrfurcht erstarrt ... für eine angehende Ministerpräsidentin ist ihr Tonfall zu demütig, zu defensiv. Viel Nervosität schwingt mit.
Das wollte ich dann doch mal hören; derzeit findet man die besprochenen Ausschnitte hier, sonst einfach die Suchfunktion bei youtube o.ä. nutzen.

In Ehrfurcht erstarrt? Demütig? Defensiv? Das hört, wer's hören will; ich hör's nicht.

(Es geht mir nicht um politisches Für und Wider, dazu werde ich mich hier auch nicht auslassen, sondern um die Frage, ob ein unvoreingenommer Hörer hört, was der Spiegel-Autor gehört hat.)

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Jetzt bin ich aber enttäuscht!
nnier | 15. September 2008 | Topic In echt
Dass sie von dem Sauerkohle
eine Porti-on sich hole.

(Wilhelm Busch, Max und Moritz)

Ich wollte eine Eloge auf den Weißkohl schreiben. Ich habe kürzlich einen billigen Kopf dieses vitaminreichen Wintergemüses im Supermarkt erstanden, ihn kleingehobelt, mit Salz in Lagen geschichtet, ihn dann gestampft, bis er leicht glasig wurde, ihn eine Stunde in Ruhe gelassen, dann mit Zucker, Essig und Kümmel gewürzt und ihm eine Tasse heißer Brühe verpasst. Später kam noch das Öl hinzu, und dann musste ich mich in Geduld üben. Denn man weiß ja, dass das zähe Kraut erst ordentlich durchziehen muss, dann aber jeden Tag besser schmeckt.



So war es auch! Ein wenig abschmecken musste ich noch, dann war er zart und zugleich herzhaft, so wie ich ihn gerne esse und ihn mir früher manchmal vom Griechen geholt habe.

Man will schöne Erlebnisse in der Regel gleich wiederholen, sie gar steigern, also ging ich am Samstag zum Markt und erstand einen richtig teuren Kohlkopf, entfernte die äußeren Blätter und den Strunk großzügig und ging ansonsten vor wie oben beschrieben. Und nun? Schmeckt das Zeug bitter, ist garstig, man bekommt es kaum zerkaut und der Nachgeschmack lässt sich nur mit starkem Espresso übertönen. Meine hochfliegenden Hoffnungen muss ich nun fahren lassen. Extra zwei Tage hatte ich diesmal abgewartet, den Salat nur gelegentlich durchgemischt, um dann direkt das durchgezogene Ergebnis genießen zu können! Nun habe ich keine Lust mehr auf Kohl-Elogen. Drei Esslöffel Zucker reingeschmissen in der halbherzigen Hoffnung, dass sich noch was retten lässt; aber vermutlich muss ich das stundenlange Hobeln als Meditation verbuchen.

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Sonntag, 14. September 2008
"Ich weiß es - ihr lieben Mäusegesichter!"
nnier | 14. September 2008 | Topic In echt
"Ich arbeite doch" sagte Frederick, "ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage."

(Leo Lionni, Frederick)






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Freitag, 12. September 2008
Naiver phallokratischer und biologistischer Fundamentalismus
nnier | 12. September 2008 | Topic Gelesn
Ich habe meinen Houellebecq gerne gelesen. Ausweitung der Kampfzone war schon sehr vielversprechend und die Elementarteilchen haben mich sehr beeindruckt, so sehr, dass ich das Buch mehrmals gelesen und noch öfter verschenkt habe. Bei beiden Büchern hatte ich nicht den Eindruck, hier versuche jemand, kalkuliert zu provozieren (ein Vorwurf, der ja oft gegen Houellebecq erhoben wurde); nein, hier hatte jemand etwas zu sagen, über das man natürlich diskutieren kann.

Thomas Assheuer schrieb in der Zeit über Ausweitung der Kampfzone:
Wenn Houellebecq seinen erwachsenen Helden in Augenschein nimmt, legt er ihm eine Anklage in den Mund, die dem Buch immerhin den Titel verliehen hat. Er spricht von der "Ausweitung der Kampfzone", von der Wucherung des Geldes, von der Expansion des Kapitalismus in die Wundzone der Körper. "Der Sex, sagte ich mir, stellt in unserer Gesellschaft eindeutig ein zweites Differenzierungssystem dar, das vom Geld völlig unabhängig ist; und es funktioniert auf mindestens ebenso erbarmungslose Weise. Wie der Wirtschaftsliberalismus erzeugt der sexuelle Liberalismus Phänomene absoluter Pauperisierung ... Der Wirtschaftsliberalismus ist die erweiterte Kampfzone."

Norbert Niemann, ebenfalls in der Zeit, über Elementarteilchen:
So ist Elementarteilchen über die weitaus längste Strecke vor allem auch ein Entwicklungs- und Generationenroman. Beginnend mit der Kindheit der Protagonisten und zurückblickend auf die Geschichte ihrer Eltern und Großeltern, berichtet er von der fortschreitenden Abstumpfung ihrer Liebesfähigkeit im Kontext von sexueller Befreiung, von der "Apologie der Jugend" und der Vernichtung aller "jüdisch-christlich geprägter moralischer Werte". Mit dem Individualismus, so Houellebecqs Befund, der in Wahrheit nur ein anderes Wort für blanken Egoismus ist und die letzten Reste sozialen Empfindens gelöscht hat, wurde nach und nach jedes "Zärtlichkeitsbedürfnis" durch einen eigensüchtigen "Verführungsdrang" ersetzt. Und nur die rudimentäre Erinnerung an jene Wurzel der "Liebe, Zärtlichkeit und Brüderlichkeit" macht "es so schwer zu verzweifeln".

Der erwachsene Bruno dagegen muss als sexueller Underdog Heil erst recht in der Welt der Bordelle, Sexclubs und südfranzösischen Kopulationsstrände suchen. Sein Bewusstsein ist ausgefüllt von dem einen, einzigen Verlangen nach Sex. Überraschenderweise findet er jedoch vorübergehend gerade an diesen Plätzen einen Ausweg aus seinem unstillbaren und verzweifelten Getriebensein. Gemeinsam mit Freundin Christiane dringt er vor zu einem Zustand, in dem die Determinationen der Verführung aufgehoben sind. Es ist ein Akt der Übertretung und Überbietung. Denn nur eine bis zum Äußersten gesteigerte Körperlichkeit kann Bruno noch helfen, den Käfig seines pornografischen Denkens zu verlassen. "Es hat keinerlei Verführung gegeben, es war eine sehr reine Sache." Plötzlich klingt ein Gespräch über die Physiologie der Lust wirklich wie Liebesgeflüster, und Swingerclubs werden zu Orten der Unschuld. Houellebecq nennt, was hier geschieht und an Batailles Geschichte des Auges erinnert, "sozialdemokratische Sexualität". - Die aber muss mit der Querschnittslähmung Christianes buchstäblich an ein natürliches Ende kommen, das mit ihrem Selbstmord und Brunos freiwilligem Eintritt in die Psychiatrie besiegelt wird.

Damit ist die Grenze dieser sexuellen Utopie markiert. Und sowenig in diesem Roman Rettung im rein Körperlichen liegen darf, sowenig liegt sie in dessen Verneinung. Michel, der in gegenläufiger Bewegung zum Bruder sein ohnehin schwach ausgeprägtes Triebleben immer weiter zurückdrängt, je heftiger es von seiner Umwelt eingefordert wird, verkümmert allmählich ganz auf dem Gebiet der Zuneigung und Anteilnahme. Schon früh weiß er, dass er "die menschlichen Regungen nur durchqueren" wird, doch "all das würde ihn niemals wirklich betreffen oder erreichen". Mit 40 weilt Michel, der immer schon dazu neigte, "Glück und Koma zu verwechseln", endgültig in der "kosmischen Leere". So trifft zuletzt auf ihn zu, was Bruno längst über ihn denkt: "Du bist kein Mensch."

Dummerweise war schon Plattform ein Rückschritt; interessant dazu aus der Perlentaucher-Zusammenfassung der taz-Rezension von Dirk Knipphals:
All denen, die in Houellebecq ihr avanciertes Sprachrohr für gesellschaftskritische Exkurse sahen, erteilt dieser Roman eine eindeutige Absage, ist Knipphals überzeugt. "Ernsthafte Leser", warnt der Rezensent, müssten jetzt ganz tapfer sein, denn hier gehe es allein um guten käuflichen Sex, mehr nicht. Houellebecq halte sich von jedem psychologischen Diskurs fern und stelle stattdessen die Körper in den Mittelpunkt all seiner Betrachtungen.

Und vollends daneben ging dann Die Möglichkeit einer Insel. Iris Radisch kotzte sich in der Zeit aus:
Der besessene Künstler hingegen variiert nicht, sondern wiederholt. Sich, sein Thema, seinen Schreibgestus, seine Typen, seine Ansichten, seine Pointen. Diese These ist verführerisch und hat viele große Namen auf ihrer Seite. Wenn sie stimmt, ist Michel Houellebecq ein großer Schriftsteller, denn sein gesamtes bisher vorliegendes Werk widmet sich einem einzigen Thema ohne Variationen. [...]

Doch reden wir zunächst von angenehmeren Dingen, von den guten Absichten des Autors, von seiner inzwischen legendären verzweifelten, aber radikalen und erhellenden Sicht auf unsere Zeit. Die Brille, durch die Michel Houellebecq die Welt sieht und die bisher nicht nur im berufsjugendlichen Seitenflügel der Literaturkritik, sondern von vielen nachdenklichen Stimmen mit seufzendem Kopfnicken begrüßt wurde, ist, genau genommen, ein Körperteil. Noch genauer ist es der Phallus, der nach der unerschütterlichen Ansicht aller Houellebecqschen Herrendarsteller überall den Takt schlägt und je nach bekömmlicher oder unbekömmlicher Platzierung über Glück und Unglück, Glanz und Elend der männlichen Existenz entscheidet. Denn der Mann, so viel weiß der Autor vom Leben, ist der Sklave seines Schwanzes. Das ist sein großer Fluch und seine kleine Seligkeit. Ein einprägsamer, freilich äußerst übersichtlicher Gedanke, auf den letztlich die gesamte weltanschauliche Thesenmanufaktur des Michel Houellebecq zurückgeht, die darüber hinaus vom ausweglosen Biologismus des Menschen, über seine tragische, durch das verluderte sexuelle Vorbild der 68er-Elterngeneration bedingte Unfähigkeit zur Familienbildung, seinen angeborenen Materialismus, seinen reflexhaften Jugendkult bis zum Mythos eines neuen gentechnisch verbesserten Menschen reicht. [...]

Alles in allem ein naiver phallokratischer und biologistischer Fundamentalismus, der nur so lange reizvoll und schillernd (die Kritik sagte an dieser Stelle gerne »ambivalent«) war und deswegen als besonders verwegener, tief melancholischer Fall von Zivilisationskritik durchging, wie er sich tränenumflort gab ob der verlorenen romantischen Ideale, deren letzte Strahlen den Horizont der verrotteten spätkapitalistischen Welt noch zart illuminierten. Man zeigte sich gerührt von den armseligen Sexmaniacs, die zwar ununterbrochen von den geilen Flittchen und ihren kleinen, geschmeidigen Muschis quatschten, aber doch die eine Frau fürs Leben meinten, die sie allerdings, traurig, aber so hart ist das Männerleben, jenseits der 40 gegen eine jüngere Frau fürs Leben eintauschen mussten.

Ich bin ja kein Literaturkritiker; deshalb habe ich bisher auch berufenere Geister zu Wort kommen lassen. Bei aller Kritik an den neueren Büchern ist Houellebecq für mich ein wichtiger Autor, so dass man mich einfach an den Haken kriegt, wenn ein Buch auf der Umschlagrückseite folgendermaßen beworben wird:
... eine Zukunftsvision von düsterer Klarheit und seherischer Wucht.
"Houellebecq goes Manchester: Rau, wild und voll explosiver Ideen" [...]
The Independent
Es handelt sich um den Roman Widerstand von Joe Stretch. Das geschmacklose Cover hätte vielleicht schon eine Warnung sein können; andererseits warb der Verlag:
Das wütende Debüt eines jungen Moralisten mit erstaunlicher Einbildungskraft – ein Roman, der weit über zeitgeistige Provokation hinausweist.
Ha ha! Wenn schon an Houellebecq der Vorwurf gerichtet wurde, es gehe ihm nur noch um die Provokation (wenn z.B. Sextourismus in Plattform als etwas Positives dargestellt werde), dann muss man sagen, dass er es wenigstens kann. Bei diesem Buch aber hat jemand dagesessen und sich überlegt: Was kann ich denn jetzt noch "bringen"? Es gab doch schon alles! Ah! Ja! Abtreibungen! Ich schreibe ein Buch über junge Menschen, die "Spaßabtreibungen" durchführen. Das walze ich dann aus. Eine Massenbewegung! So ganz doll entfremdete Menschen. Und eine Frau, die sich mit einer Maschine selbst befriedigt, bis ihr die Haut verbrennt, und sie macht trotzdem immer weiter und liebt diese Maschine.

Ich mache es kurz. Das Buch ist langweilig und schlecht geschrieben. Wer's genauer wissen will, lese die Rezension von Hans-Peter Kunisch in der Süddeutschen, aus der ich noch schnell zitieren will, bevor der Platz hier aufgebraucht ist:
Romantik, modern, aber keine eigenständige Variation. Man hat nicht das Gefühl, Erkenntnis-Neuland betreten zu haben. Der schwungvoll begonnene große Wurf wirkt am Ende eher unentschlossen und mühevoll zusammengebaut.

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Das ist die Zeit, wo auch der Pedro Deutsch versteht
nnier | 12. September 2008 | Topic 'umor & more
Kurz vor fünf, die Zeit bleibt stehen,
alle woll'n nach Hause gehen,
jeder hat das Eine nur im Sinn,
und im Lande die Millionen,
ganz egal, wo sie auch wohnen,
schmeißen ihre Arbeit einfach hin.
Das ist die Zeit, wo auch der Pedro Deutsch versteht,
wenn man ihm sagt, daß es in fünf Minuten
ab nach Hause geht

Man kann bei der Arbeit "heimlich" im Internet surfen (Gruß an den Diensthabenden!). Man kann, wenn nur noch der gute Kollege da ist, mit leeren Plastikflaschen im Flur Fußball spielen, bis einer heult. Oder man bleibt nachts mal länger:



"The heavy breathing is me starting to laugh and trying my hardest to stifle it...I was one second away from busting out the whole time."
Feierabend, das Wort macht jeden munter.
Feierabend, das geht wie Honig runter,
Feierabend, und alle haben jetzt frei, frei, frei
endlich
Feierabend, man sagt, na dann, bis morgen,
Feierabend, und all die kleinen Sorgen, die vergißt man,
denn bald schon ist man daheim.

(Peter Alexander, "Feierabend")

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