Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Das ist die Zeit, wo auch der Pedro Deutsch versteht
nnier | 12. September 2008 | Topic 'umor & more
Kurz vor fünf, die Zeit bleibt stehen,
alle woll'n nach Hause gehen,
jeder hat das Eine nur im Sinn,
und im Lande die Millionen,
ganz egal, wo sie auch wohnen,
schmeißen ihre Arbeit einfach hin.
Das ist die Zeit, wo auch der Pedro Deutsch versteht,
wenn man ihm sagt, daß es in fünf Minuten
ab nach Hause geht

Man kann bei der Arbeit "heimlich" im Internet surfen (Gruß an den Diensthabenden!). Man kann, wenn nur noch der gute Kollege da ist, mit leeren Plastikflaschen im Flur Fußball spielen, bis einer heult. Oder man bleibt nachts mal länger:



"The heavy breathing is me starting to laugh and trying my hardest to stifle it...I was one second away from busting out the whole time."
Feierabend, das Wort macht jeden munter.
Feierabend, das geht wie Honig runter,
Feierabend, und alle haben jetzt frei, frei, frei
endlich
Feierabend, man sagt, na dann, bis morgen,
Feierabend, und all die kleinen Sorgen, die vergißt man,
denn bald schon ist man daheim.

(Peter Alexander, "Feierabend")

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jean stubenzweig, Freitag, 12. September 2008, 12:24
Amusant und witzig, das Video. Ich frage mich allerdings, wer das produziert. Es erinnert mich extrem an Fischli & Weiss.

Und woraus stammt Pedro? Aus Ihrer Computerfeder?

Ich weiß, ich bin ein Pedant (einige, vor allem weibliche einige, fürchten mich als Doktor Komma).

Nimmt den Fischli & Weiss-Link nicht. Muß ich wohl basteln.

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Lauf_der_Dinge_%28Film%29

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber hier wird er auch so nicht angezeigt. Vermutlich liegt's an den aktuellen Blogger(Antville)-Problemen.

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jean stubenzweig, Freitag, 12. September 2008, 13:00
Ich hatte es bei mir ausprobiert, da ich die Erfahrung gemacht habe, daß auf meiner Seite einiges geht, was woanders nicht funktioniert (wegen des schlichteren Lay outs?). Beim ersten Mal kam die Wikipedia-Seite dann auch. Aber beim zweiten Versuch war auf einmal Ende ...

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nnier, Freitag, 12. September 2008, 14:00
Wer so etwas produziert, fragte ich mich auch. Angeblich (laut Begleittext zum Video) hat das ein Büroknecht nachts mit seinem Kollegen gebaut und gefilmt und sich dabei des vorhandenen Büromaterials bedient. Vorbilder scheint's durchaus einige zu geben, das Stichwort heißt Rube-Goldberg-Maschine (mehr dazu auch hier, wo ich das Filmchen entdeckt habe).

Pedro? Der kommt ganz beiläufig in dem launigen "Feierabend"-Liedchen von Peter Alexander vor, etwa 1976, die Zeit von "Die kleine Kneipe", und man muss sich doch manchmal wundern, wie selbstverständlich so kleine Rassismen damals im gemütlichen Schlager untergebracht wurden.

(Zur Technik: Ich habe mir erlaubt, den Link in Ihrem obigen Kommentar zu reparieren. Man muss derzeit besonders bei Klammern vorsichtig sein. Eine Bastellösung habe ich hier vorgeschlagen.)

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jean stubenzweig, Freitag, 12. September 2008, 15:00
Was Sie alles können! Mir ist das alles zu technisch. Ich konnte das noch nie. Ich bin ja froh, das Blöggerchen einigermaßen in Betrieb halten zu können. Dank für die Reparatur.

Sollten Sie mal Gelegenheit haben, das Fischli & Weiss-Video anschauen zu können, dann tun Sie es. Es ist faszinierend, was die beiden da fabriziert haben. Das kann durchaus Wahrnehmungen verschieben.

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nnier, Freitag, 12. September 2008, 15:06
Neben der kindlichen Freude über die geglückten mechanischen Abläufe ist es die kleine Subversion, die mir so gut gefällt (und die ich in dem Film sehe, ganz im Gegenteil zu den eher langweiligen Maschinenbauerwettbewerbsbeiträgen, die auf der genannten Seite der Süddeutschen auch untergebracht sind). Die Vorstellung, dass Kopierer und Ventilatoren so zweckentfremdet werden, gefällt mir wesentlich besser als absurde Hochleistungsapparate. Das unterdrückte Lachen, von dem der Filmer berichtet (Zitat im Beitrag oben unter der Filmbox), kann ich jedenfalls allzugut nachfühlen.

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nnier, Freitag, 12. September 2008, 15:11
Da haben wir wohl gerade parallel geschrieben; ja, den Film von Fischli & Weiss würde ich sehr gerne sehen und werde danach suchen. Immerhin ist er ja laut Wikipedia auch schon bei 3sat gelaufen, so dass man nicht extra ins Centre Pompidou muss! Worauf bezog sich übrigens Ihre Selbstbezichtigung, die Pedanterie betreffend?

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jean stubenzweig, Freitag, 12. September 2008, 16:02
Ich wußte gar nicht, daß der Film im Beaubourg gelandet ist. Aber was heißt da «extra»? Ich kenne da in der Nähe ein paar wunderbare und -schöne Cafés, wo sich auch gut (und preiswert!) essen und trinken läßt. Ein paar Schritte nur hinein in die Seitensträßchen. Das lohnt immer. Und mittlerweile sind auch die meisten Touristen wieder zuhause. Wobei die da selbst zur Hoch-Zeit ohnehin nie hinkommen, weil's neben dem Trampelpfad liegt.

Hinfahren! Nicht nur wegen Fischli & Weiss.

Das da teile ich unbedingt mit Ihnen: «Die Vorstellung, dass Kopierer und Ventilatoren so zweckentfremdet werden, gefällt mir wesentlich besser als absurde Hochleistungsapparate.»

Pedant werde ich meinem Verlangen nach Genauigkeit genannt, auch deshalb, immer alles möglichst bis ins Detail wissen zu wollen. Nicht nur die ganz Jungen nervt das offensichtlich sehr. Aber es ist eben nicht ihre Welt.

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vert, Freitag, 12. September 2008, 15:16
als der ahmed noch pedro hieß... goldene zeiten des alltagsrassismus.

hier eine weitere schöne bürobeschäftigung.

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nnier, Freitag, 12. September 2008, 15:40
Pedro, Pedro, lalalalalalalalalalalal lass das sein.
Pedro, Pedro, lalalalalalalalalalalal lass uns allein.
Pedro, Pedro, nonononononono, das hat keinen Sinn,
Pedro, jede Nacht dein Geschrei,
Pedro, geht denn das nie vorbei,
Pedro, Liebe ist nur was für zwei.
Mit dem Pedro hat er's ja, der Peter Alexander, denn das ist der Titel Pedro (Mandolinen Im Mondschein). Der Name klingt portugiesisch und erinnert mich deshalb an diesen Herrn.

In diesen Schlagern hat sich ja oft ein gewisses Fernweh, eine Sehnsucht nach Exotik, ausgedrückt, andererseits blieb man halt doch am liebsten unter sich und im eigenen Viertel:
Die kleine Kneipe in unserer Strasse,
Da wo das Leben noch lebenswert ist.
Dort in der Kneipe in unserer Strasse,
Da fragt dich keiner, was du hast oder bist.
Wobei ich das Lied als Kind sehr gerne gehört habe (ich hatte keine Alkoholiker als Eltern, die das idyllische Bild damals schon hätten korrigieren können, ich habe dieser egalitären Utopie, na ja, nicht gerade geglaubt, aber sie hatte ihren Reiz).

[Ach, schade, ich kann es nicht hier einbinden - also hier der Link zur Kneipe, die im Original ja Beisl heißt - finde die Unterschiede!]

Die Haftnotizzettel - beeindruckend! Allerdings frage ich mich im Zeitalter der Computeranimationen schon, ob das echt sein kann. Wissen Sie's?

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jean stubenzweig, Freitag, 12. September 2008, 16:03
Sehr komisch, wirklich gut komisch, die Bürobeschäftigung! Was ist denn abcFamily bzw. OfficeMax? Ich hab's ja nicht so mit youtuhb. Ein bißchen dämlich vielleicht, aber das ständige Filmchen-Gucken ist nicht so meine Sache.

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vert, Freitag, 12. September 2008, 18:34
ich glaube, es ist echt. in den "related videos" erklären sie einiges ihrer bastelkünste.
und dass sie über ausreichend sinn für blödsinn verfügen, haben sie bereits eindrucksvoll mit ihrer cola-light/mentos-nummer bewiesen...

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nnier, Freitag, 12. September 2008, 18:40
Ah, die Mentosfritzen sind das! Dazu las ich mal irgendwo, dass die inzwischen professionell und mit großem Budget arbeiten und von den Videoplattformen ordentlich bezahlt werden. Das erklärt einiges! (Man kann sich schlimmere Jobs vorstellen).
Herr Stubenzweig, dieses Problem habe ich auch. Man kann sich ja verlieren und stundenlang von hier nach da klicken. Deshalb bin ich auch ganz froh, wenn ich auf einzelne Filmchen hingewiesen werde (und tue das meinerseits ab und zu).

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nnier, Mittwoch, 17. September 2008, 08:54
Mitten in der Nacht blitzte plötzlich die Erinnerung an ein weiteres wunderschönes Beispiel für absurd-komplizierte mechanische Abläufe auf. Es muss um die 30 Jahre her sein, dass ich ein Fernsehstück der Augsburger Puppenkiste ansah. Es handelt sich um die Puppentrickverfilmung von Eine Woche voller Samstage. In einer Szene baut das Sams mit oder für Herrn Taschenbier eine "KBA" (Knackwurstbringanlage). Ich weiß noch, bzw. ich weiß seit der vergangenen Nacht wieder, dass ich danach tagelang versuchte, selbst eine ähnlich komplizierte Apparatur zusammenzubasteln.
Etwa zu jener Zeit lautete mein Berufswunsch auch "Erfinder" nach dem Vorbild Daniel Düsentriebs. Wie schön war die Vorstellung, aus Sperrmüllschätzen je nach Auftrag neuartige Apparate herzustellen - einen Plastikmagneten; einen Pilzefinder; etwas zum Aufnehmen von Fernsehsendungen ("Videorekorder" war mir noch kein Begriff).

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nnier, Mittwoch, 28. Januar 2009, 12:10
Noch ein ganz nettes Filmchen. Und das Original ("Der Lauf der Dinge") ist jetzt auch in der Röhre: 1, 2, 3.
(Via.)

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jean stubenzweig, Mittwoch, 28. Januar 2009, 13:57
Ich beginne mittlerweile zu rätseln, ob Fischli & Weiss tatsächlich die ersten waren. Wunderschön sind die, alle. Danke.

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nnier, Mittwoch, 28. Januar 2009, 15:27
Sie sind ja so jemand, der die Wundersame Weltmaschine von Franz Gsellmann bestimmt kennt (in dem Artikel sind auch Links zu Filmen). So etwas rührt mich. Als Kind habe ich auch gerne "Phantasiemaschinen" gebaut, die mit dem Legomotor oder auch mit der Dampfmaschine angetrieben wurden.

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jean stubenzweig, Mittwoch, 28. Januar 2009, 23:29
Ja, der Gsellmann. Da gibt es einige Menschen, die wundersame und wunderbare Konstruktionen gebaut haben, aber nie in die Annalen der Kunst eingegangen sind (wie etwa der Franzose, dessen Name mir eben nicht einfällt; wird nachgetragen). Was nicht heißen soll, daß ich beispielsweise die Arbeiten von Jean Tinguely nicht überaus schätze.

Nachtrag: Bei le cyclop war er, wie in vielen Fällen, mit Niki de Saint Phalle zugange; an ihr war er es auch. Ein wundersames, wunderbares Paar.

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nnier, Donnerstag, 29. Januar 2009, 12:08
Die kannte ich nicht! Ja, die sind wirklich schön. Ich muss mir mal wieder einen Legomotor besorgen. Da ich früher auch von riesigen und komplizierten Murmelbahnen geträumt habe, schweben mir gerade ein paar wohnzimmertaugliche Ideen vor.

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jean stubenzweig, Donnerstag, 29. Januar 2009, 12:38
Wohnzimmer? Wollen Sie Mâitre Tinguely auch nur annähernd nacheifern, müssen Sie schon anbauen. Am besten, Sie legen sich eine ehemalige Maschinenhalle zu; Bremen dürfte da ja einiges auf Lager haben. Vielleicht gibt's ja auch noch den passenden Park dazu.

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kid37, Donnerstag, 29. Januar 2009, 13:09
Heute setzt das in gewisser, pervertierter Hinsicht die doofe Saw-Reihe fort. Muß man sich auch mal vorstellen.

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jean stubenzweig, Donnerstag, 29. Januar 2009, 13:18
Das sagt mir nichts. Was ist das? Irgendwas mit Kinetik im Kino oder so?

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nnier, Donnerstag, 29. Januar 2009, 15:02
Saw kenn' ich auch nicht - klären Sie uns doch auf!
Wohnzimmer: Deswegen doch Lego! Langsam starten, evtl. später eine Honigpumpe dazwischenschalten. (Das hat mir ganz besonders bei den - leider oft zu grobpixeligen - Häppchen von Fischli & Weiss gefallen, diese enorm verlangsamten, verlangsamenden Stationen mit den Flüssigkeiten). Ich bereite ja sowieso gerade meinen Ausstieg aus dem bürgerlichen Leben vor, wer weiß, was da noch kommt. Erst mal die ganzen Pfandflaschen wegbringen.

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kid37, Donnerstag, 29. Januar 2009, 15:13
Eine dieser endlosen Horrorfilmreihen, deren Grundidee mal ganz genreoriginell war, mittlerweile aber zum Selbstzweck geronnen ist. Die Hauptrolle spielen mittlerweile (perfide) verrätselte Maschinen aus allerlei rostigen Winden und Zahnradmechanismen. Die Höllenmaschine als Kinetik (dann wohl auch im Sinne von Kino und im Sinne von Ethik, mein Gott, wie weit das führt...) des Todes. Ach, und von Rebecca Horn gibt es ja auch ganz unheimliche Sachen.

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nnier, Donnerstag, 29. Januar 2009, 15:20
Es ist ein eigentümlicher Apparat, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat.

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