Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Ich muss das anscheinend haben
nnier | 12. Dezember 2009 | Topic In echt
Was bisher geschah: Eine arme Stadt muss unbedingt ein paar hundert Millionen Euro loswerden. Man treibt zu diesem Zweck Gutachter auf, die große Zahlen auf Papier schreiben. Dann schüttet man Beton-, Glas- und Stahlmassen auf ein ehemaliges Werftgelände, stellt eine Rakete davor und wartet auf die vielen Millionen Weltraumfans, die nun jedes Jahr von weit her kommen und die ganze Stadt reich machen sollen. 8 Monate später werden die Tore geschlossen, da für 100 kalkulierte Besucher gerade mal einer kam, und der hat die billigste Eintrittskarte genommen, und der hat gar nicht im Hotel geschlafen, und der hat gar nicht sein ganzes Geld in die Stadt zum Einkaufen getragen. Der Bürgermeister findet die Schließung der Investitionsruine nicht weiter schlimm - die ganzen Subventionen seien nun zwar weg, aber man habe wenigstens was getan.

Infokasten: Nach Jahren des Leerstands legt irgendwann jemand etwas Geld hin, weniger als 1/10 der Baukosten, übernimmt den Klotz und macht ein Einkaufszentrum draus.

Es gibt Menschen, die dort nicht nur einkaufen, sondern ihre Freizeit verbringen. Was mir nicht recht begreiflich ist - aber so verschieden sind die Leut'. Wenn ich mich wider besseres Wissen hineinbegebe, weil dringend etwas umgetauscht werden muss und man doch bei der Gelegenheit noch mal hier und da schauen könne, fühle ich mich wie ein Kriegsreporter. Ab dem Moment, in dem ich die rotierende Eingangstür des gigantomanischen Bauwerks passiere, geschieht etwas mit mir, das ich selbst nicht ganz begreife. Es ist edel, es ist Marmor, es ist Glas, es ist sauber, und es ist die Hölle.

Es kommen einem pausenlos Menschen entgegen, die mindestens eine, oft aber zwei übergroße Plastiktaschen mit dem Logo des neuen Ankermieters schleppen. Und geschleppt wurde ich heute auch, in diesen Laden hinein, in dem es Schuhe für 6.- und Hosen für 9.- EUR gibt, alles in irrsinnigen Massen, auf einer irrsinnig großen Fläche, und obwohl das Geschäft nicht wie ein Discountmarkt aussieht, keine weißen Resopalregale auf fleckigem Fußboden stehen, sondern Chrom blitzt und Marmorfliesen glänzen, wirkt alles unfassbar billig.

Es ist nicht der Duft nach Acryl und anderem Plastiktextil, es sind auch nicht die angebotenen Kleidungsstücke, rein optisch könnten viele davon auch in Geschäften mit höherem Preisniveau herumliegen. Es herrscht eine Atmosphäre der grenzenlosen Gier, des Wahns, des obszönen Verramschens einerseits und des maßlosen Mitnehmens andererseits, und dass es in den Gängen aussieht, als hätten die Vandalen gehaust, verwundert dann auch nicht mehr. Zwei Paar Kinderhandschuhe für zusammen 1.- EUR, nimm doch mit, du, wenn die nichts sind, werden sie halt weggeworfen. Es wird gewühlt und gefleddert, dass einem ganz schwummerig im Kopf wird, man möchte fliehen, und dann sieht man die Handtücher, echt billig, und man schmeißt einfach zwölf Stück in die riesige Einkaufstasche, dazu zwölf Waschlappen, und, Mensch, hier, die Socken, die kosten ja fast nix, dann schmeißt man 15 Paar dazu, und man stellt sich in die Schlange, und man will eigentlich wegrennen, und es gibt 12 Kassen nebeneinander an einem langen Tresen, und aus einem Lautsprecher tönt es pausenlos mechanisch: "Bitte zu Kasse 4! Bitte zu Kasse 9! Bitte zu Kasse 2! Bitte zu Kasse 3! Bitte zu Kasse 8! Bitte zu Kasse 1! Bitte zu Kasse 11! Bitte zu Kasse 9! Bitte zu Kasse 3! Bitte zu Kasse 12! Bitte zu Kasse 6! Bitte zu Kasse 4!", und die Menschen hinterm Tresen hören das den ganzen Tag, die hören das jeden Tag, sie müssen stehen, und sie nehmen die riesige Einkaufstasche entgegen und schütten den Inhalt zu einem riesigen Haufen vor sich auf den Tresen, und sie scannen die unglaublichen Berge Stück für Stück ein, 2 EUR, 2 EUR, 2 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 2 EUR, 2 EUR, 2 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 2 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 2 EUR, 2 EUR, 3 EUR, 2 EUR, 2 EUR, 1 EUR, 3 EUR, 1 EUR, 2 EUR, 2 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 2 EUR, 1 EUR, 3 EUR, 1 EUR, 3 EUR, 3 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 1 EUR, 2 EUR, und sie stopfen die Massen in zwei riesige Plastiktüten, und man zahlt einen lachhaften Betrag, und pausenlos werden riesige Rollcontainer durch den Laden geschoben, und man steht in einem gigantischen Glasstahlmarmorbau, der über eine halbe Milliarde gekostet hat, mit Handtüchern für 2.- EUR, die jemand hergestellt und transportiert haben muss und an denen noch verdient wird, und es kann einfach nicht richtig sein.

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monolog, Samstag, 12. Dezember 2009, 23:33
So weit weg muss man nicht schauen, um sich zu fragen, warum denn die angebotenen Waren so billig sind.

Es ist eine zweischneidige Sache, mit diesen Sonderangeboten. Wer es sich leisten kann, sollte auf sie verzichten. Es gibt aber immer auch genügend Menschen, die nicht unbedingt eine Wahl haben.
Ekel, zur Not vor sich selbst, bleibt natürlich trotzdem, und das finde ich gar nicht so schlecht, denn, Sie sagen es, es ist obszön.

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nnier, Sonntag, 13. Dezember 2009, 15:17
Zweischneidig insofern, als es immer leicht so wirken kann, als wolle der Manufactum-Kunde, der sich die "guten Dinge" problemlos leisten kann, den armen Schluckern ihren "nicht nachhaltigen" oder "ausbeuterischen" Konsum vorhalten. Wie man weiß, kann eben auch vieles zu Distinktionszwecken ge- oder missbraucht werden, und auch mich hat schon des öfteren eine gewisse Treuherzigkeit genervt, mit der Volvofahrer das Einkaufen im Bioladen mit den traumhaft hohen Preisen predigten.

Es scheint mir hier aber um etwas anderes zu gehen. Nämlich das Verramschen. Also nicht um den armen Schlucker, der, bevor er unbedeckt herumläuft, sich dort ein paar Klamotten besorgt, wo er sie sich noch leisten kann. Sondern um eine Haltung, die sich ungefähr so äußert:
Also, ich kenne Primark aus england, wohnte lange dort und Primark gilt dort als das geschaeft mit der wegwerfmode. es ist guenstig, eben fuer die seson gedacht, und wenn man es dann nicht mehr mag, oder ais fashion ist, dann wirft man das teil weg und ist niocht so traurig drueber, weil es ja nicht viel gekostet hat.
Oder:
okay die qualität ist wircklich nicht die beste aber eine Saison lang kann man die sachen ruhig tragen…..Die Mode ändert sich doch sowieso total schnell
(Beides von hier)

Am Rande: Es sind ausdrücklich keine Sonderangebote, das sind die regulären Preise und das ist das Geschäftsprinzip.

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jean stubenzweig, Sonntag, 13. Dezember 2009, 16:43
Man muß sich auch das mal vorstellen:

«ich werde am wochenende extra 2 stunden farhen um zum primark zu gelangen.
hier in NRW gibt es ncoh englisch stationierte, da fand ich es ein wenig komisch das primark nach bremen ging. viele der englaender haben gejubelt wo sie hoerten das es ihr geschaeft nun auch in deutschland gibt–und sie fahren wirklich die strecke des oefterens um ihre mode zu erwerben»

«ich hbae von dort fur 400euro eingekauft in rotterdam»

«Kenne Primark auch schon aus England. Sind teilweise extra dafür hingeflogen.»

«Auf jeden Fall fahre ich in einigen Tagen extra nach Bremen um dem Laden einen Besuch abzustatten - hoffe, der Umweg von ca. 300 km lohnt sich!!!»

Ich bin tatsächlich nicht von dieser Welt.

Quelle wie oben.

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nnier, Montag, 14. Dezember 2009, 14:00
Ich auch nicht. Zumindest hatte ich komplett vergessen, dass die Rheinarmee hier tatsächlich noch vertreten ist - und das, obwohl ich erst kürzlich durch NRW gefahren bin und BFBS gehört habe.

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monopixel, Sonntag, 13. Dezember 2009, 00:17
Schon damals sagte ich mir, wie kann man sowas machen? Diese Erlebnis-Shopping-Paläste funktionieren nicht unbedingt überall in Deutschland. Zu der Zeit war das Centro (Tschentro) in Oberhausen der Magnet. Da plante man schon einen ganzen Berg mit Skiliften drauf. Ich dachte seinerzeit, abartig, das kann doch nicht sein. Die machen überall diese Commerzdisneylandkaufhallen auf der Grünen Wiese.
Als dann nach einem gefühlten Jahr die Waterfront (get in get out of the rain) die Pforten schloß, wußte ich es besser.
Und in den letzten Jahren war ich desöfteren mal in dem preisgünstigen "Designhotel" immer mit einem Zimmer raus zur Weser.

Aber wenn ich das jetzt so höre, dann muß ich sagen, was wenn nicht ein Billigtextiler passt auf diese ehemalige Industriebrache in Walle!?!

Neben all diesem Billigscheiß aus Ländern mit Kinderarbeit und Umweltschutz, sollte man vielleicht nicht nur in Kopenhagen auf die Straße gehen, sondern vielleicht auch in (Bremen-)Walle!

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nnier, Sonntag, 13. Dezember 2009, 15:28
Man wundert sich über so einiges, dazu gehören in der Tat auch Skihallen mit Kunstschnee und einem geradezu unglaublichen Energieverbrauch. Manchmal platzen solche Blasen, selbst dort, wo die Finanzen unerschöpflich scheinen. Dubai z.B. mit den vollkommen irrsinnigen künstlichen Inseln. Irritierend ist auf jeden Fall, dass sich die Verramsche hier in einem wirklich luxuriösen Umfeld abspielt - gigantomanisch, ja, Beton, auch ja, aber doch auch sichtlich teuer. Man hätte bei den Preisen ja eher Assoziationen zu Fälscherflohmärkten in Osteuropa oder allenfalls kühlen Lagerverkäufen direkt aus dem Karton, irgendwo im Industriegebiet. Aber nichts da, es steht Läden wie Douglas, Esprit usw. optisch sehr nahe.

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jean stubenzweig, Sonntag, 13. Dezember 2009, 01:32
Anzeichen, das «Volk» durch Massenkonsum ruhigzustellen, gab es ja früher bereits. Das aber scheint der Zenit. Auch auf diese Weise geraten die gesellschaftlichen Schichten noch weiter auseinander. Ich sehe da durchaus Analogien zum Bildungssystem.

Von den hier bereits erwähnten Aspekten abgesehen, deren Widerwärtigkeiten auch mich sprachlos machen (und mich dennoch jedesmal aufs neue überraschen): Es gerät dabei den Menschen zusehends mehr ein Wertbegriff für den einzelnen Gegenstand abhanden. Nichts ist mehr etwas wert, was einmal hergestellt werden mußte.

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nnier, Sonntag, 13. Dezember 2009, 15:43
Dafür stehen für mich sinnbildlich die Plastikspielzeuge aus der Fast-Food-Tüte. Ich kann manchmal kaum noch ertragen, wie bewusst schon Kindern damit zweierlei vermittelt wird: Zum einen, dass hinter dem vordergründigen Geblinke nichts steckt, dass man ihnen also freundlich lächelnd pures Blendwerk verkauft; zum anderen, dass man die Dinge ohnehin bald in den Müll wirft, samt, ich wiederhole mich, Knopfzellen und sonstigem Gift.

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monnemer, Montag, 14. Dezember 2009, 14:18
Ich spreche täglich mit Menschen, die sich bitter über Preisverfall, Lohndumping, Margenschwund usw. beklagen.
Der aktuell Letzte hat sich im nächsten Satz gefreut, dass er für 8€ 2kg (!) Majoran im Internet erworben hat.

Warum können so viele Menschen ihr Konsumverhalten und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse in der Berufs- und Arbeitswelt so völlig isoliert betrachten?
Vielleicht tun sie´s ja auch nicht, aber wieso laufen diese Läden dann?

Ist die Gefahr nicht für jeden zu sehen, der ein 1€-Handtuch kauft, dass man selbst als 1€-Handtuch verramscht wird?
Und dass man in dieser Wertschöpfungskette garantiert nicht derjenige ist, der noch was daran verdient, sondern sich in dem Rattenschwanz befindet, der bestenfalls davon noch existieren kann?
Man kann´s doch an jeder Ecke sehen.

Oder reicht eine Kulisse aus Marmor und Glas schon für die Illusion aus, etwas "Gescheites" zu kaufen? Bei mir löst sowas eher einen Fluchtreflex aus.

Und, meine Güte, sind diese Postings zum verlinkten Artikel bescheuert.

Und, und, und....

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nnier, Dienstag, 15. Dezember 2009, 09:10
Die Übergänge zwischen Sparsamkeit und Geiz, Schnäppchen und Ramsch sind ja leider nicht so deutlich markiert. Fast jeder lernt, so zu wirtschaften, dass er für möglichst wenig Geld möglichst viel bekommt. Und die Freude über ein gelungenes Geschäft kenne ich selber. Auch den einsetzenden Wahn, wenn es etwas "billig" gibt. Nicht nur einmal habe ich etwas weniger deshalb gekauft, weil ich es brauchte oder haben wollte, sondern weil es gerade so günstig angeboten wurde. (Ein Grund dafür, dass ich mich noch heute mit dem Buschmesser durch meinen Keller kämpfen muss.)

Irgendwo unterwegs sind meiner Ansicht nach die Maßstäbe verlorengegangen. Vielleicht, als man plötzlich für 9.- EUR nach London fliegen konnte. Vielleicht, als es im Ein-Euro-Shop das Paket mit den fünf Messern gab. Oder als auf dem Markt der Stand mit den total billigen Sachen aus China eröffnete: Das musst du einfach mitnehmen, es kostet nur 2 EUR, und so eine Gartenfackel / so einen Schlüsselkasten / so einen Keramikfrosch kann man bestimmt irgendwie gebrauchen oder verschenken.

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monnemer, Dienstag, 15. Dezember 2009, 11:46
Ich habe mir vor über 10 Jahren spontan ein eigentlich für meine Zwecke völlig bescheuertes Fahrrad gekauft. Und das auch noch in so einem Fahrradsupermarkt. Gut, hab ich mir nach ein paar Tagen gesagt, wer so blöd ist, fährt das Ding halt als Gedächtnisstütze, bis es hinüber ist. Bis auf die üblichen Verschleißteile war da aber bis heute nichts, es scheint stabil zu sein.
Aber von Spontaneinkäufen bin ich seitdem komischerweise kuriert. Besonders anfällig dafür war ich allerdings auch vorher nicht.

(ein Besuch des Rhein-Neckar-Zentrums ließ sich am Samstag nicht vermeiden. In ein paar Tagen geht´s wieder.)

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mark793, Dienstag, 15. Dezember 2009, 12:41
Ich weiß nicht, obs noch so ist, aber das RNZ war ja immer dann der besonders blanke Horror, wenn die Mannheimer und Heddesheimer einen Feiertag haben, der in Hessen normaler Arbeitstag ist (etwa am 6. Januar). Da drängte dann immer ganz Mannheim-Nord nach Viernheim als obs da Begrüßungsgeld gäbe.

Zu Spontankäufen von irgendwelchem Ramsch, dessen ich nicht wirklich bedarf, tendiere ich eigentlich nicht (mehr). Wobei ich, wenn ich ehrlich bin, in den frühen 90ern kaum an den Kleinteil-Wühlkörben vor den Baumarkt-Kassen vorbeigehen konnte, nach irgendwelchen Sets von Schrauber-Bits und so Zeug war ich schon ein bisschen süchtig. Westfalia und Conrad Elektronik haben auch nicht wenig an mir verdient. Aber ich kann solche Muster, wenn ich sie erkenne und ein gewisser Sättigungsgrad erreicht ist, auch ganz gut durchbrechen.

Herr monnemer, was war das für ein Fahrrad, wenns nicht zu indiskret ist?

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monnemer, Dienstag, 15. Dezember 2009, 13:26
Immer noch so, nur schlimmer.
Am Samstag hab ich gesehen wo ganze Familien ihre Wochenenden verbringen. Und Busladungen von was weiss ich her. Zusätzlich zu den Zehntausenden, die da offensichtlich immer drin sind. Und alle gut drauf.

Ein Mountainbike Marke Giant, nicht gefedert oder so. Ganz spartanisch. Und natürlich noch nie im Gelände gefahren. Aber anscheinend sehr stabil, ich war ja immer der Tretlagerkiller, aber nix. Noch nicht mal ein Achter in der Felge, obwohl es seit längerer Zeit im Dauereinsatz ist. Das scheint noch zu dauern.

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mark793, Dienstag, 15. Dezember 2009, 14:09
@und alle gut drauf: Echt erstaunlich, aber es deckt sich mit unserer Beobachtung vom letzten Jahr, als wir dort auch mal Zwischenstopp machten auf dem Weg zur Oma. Warum auch immer, aber das Genervtheits- und Hektik-Level vor Weihnachten ist in der Innenstadt deutlich größer. Aber nichtsdestotrotz ist das eher nichts für mich. Wenn ich schon nicht drumrumkomme, meine Mädels da hin zu kariolen, dann setzte ich aber wenigstens ins Eiscafé vor Engelhorn Spocht, und wenns tiefster Winter ist.

So einen Giant-Hobel fuhr ich übrigens auch mal in der Zeit zwischen den beiden Rennrädern. Mein Nachbesitzer hat das Teil allerdings kaputt gekriegt - wie noch jedes von mir (oder sonstwem) geliehene Fahrrad, unter anderem ein an sich unkaputtbares Waffenrad von Stricker und das Motobecane-Damenrennrad, das ich ursprünglich für C. hergerichtet hatte. Ein Phänomen...

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vert, Dienstag, 15. Dezember 2009, 18:45
giant-rad kaputt gekriegt? respekt.
gute räder waren das.

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mark793, Mittwoch, 16. Dezember 2009, 11:16
Und das Stricker erst. Das war noch gute deutsche Wertarbeit, so ein schweres, schwarzes Herrenrad, das mir nie irgendwelche Zicken gemacht hatte. Mein Bekannter, ein 1,75-Meter-Männlein, das vielleicht wenns hoch kommt 65 Kilo wiegt, schaffte es innerhalb einer Woche, eine Pedale abzubrechen, das Tretlager zu ruinieren, Achter in die Felgen zu fahren und die Beleuchtung kaputtzukriegen. Mit dem MTB lief das - zu meinem großen Erstaunen - ähnlich. Binnen kurzem Schaltung total vergurkt, Pedallager gekillt, Achter in den Felgen, Hinterbremse abgefuckt und was weiß ich noch alles.

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vert, Mittwoch, 16. Dezember 2009, 14:08
...aus der fahrradhauptstadt bielefeld (also früher mal).

spätestens nach dem zweiten rad hätten sie ihm langsam die freundschaft kündigen sollen.

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venice_wolf, Dienstag, 15. Dezember 2009, 12:09
Habe den Artikel nur kurz gelesen aber es riecht nach Weihnachten... den kommerziellen halt

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nnier, Dienstag, 15. Dezember 2009, 12:25
Weihnachtsmarkt und festliche Dekoration sorgen für die richtige Adventsstimmung. Ab Mitte November befindet sich die Waterfront in absoluter Weihnachtsstimmung! In Mall A, B und C kann im Dezember nach Lust und Laune in 20 aufgestellten Hütten gestöbert werden.
Es war ergreifend, vorne war ein Karussell, dort, wo früher die Rakete stand, und aus den Lautsprechern knödelte eine Männerstimme "Aba Heitschi Bumbeitschi Bum Bum", und diese Lichtlein allüberall, und der Moderator eines Privatradiosenders animierte die Glühweintrinker zum Weihnachtsbaumweitwurf, tja, Torsten, das weißt du selber, elf Meter, das is nix, und ich kann es kaum noch erwarten, bis endlich Weihnachten ist.

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venice_wolf, Dienstag, 15. Dezember 2009, 14:29
Das kann ich nicht mehr aushalten... da kann einem schon einfallen sich bei den Hare Krishna anzumelden.
Nur aus Protest und um nicht jedes Jahr bei so einem Theater mitmachen zu müssen... Deshalb kaufe ich bis Ende November was ich brauche (sowenig wie möglich, man hat ja eh alles und mehr) und gehe dann auf Tauchstation bis mitte Jänner.
Um mich aus diesem pseudoreligiösen Fummel raushalten.
(Wobei man den Sinn einer "Kirche" in letzter Zeit schon erkannt hat.
http://www.repubblica.it/2006/05/gallerie/esteri/statuetta-berlusconi/5.html)

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nnier, Dienstag, 15. Dezember 2009, 15:38
Aua.

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venice_wolf, Dienstag, 15. Dezember 2009, 15:27
Was lustiges ist oft, das man in diesen "Shops" oft am Ende so locker 140 Euro ausgibt... für einen haufen Garnix das dann zu Hause nur Unordnung schafft! Grrraus...

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nnier, Dienstag, 15. Dezember 2009, 16:37
Aber was du dann sparst! Stell dir vor, du kaufst statt dessen nur für 14.- EUR ein - dann kannst du ja auch viel weniger sparen.

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