Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Montag, 21. September 2009
Vielen Dank, Herr. Zimmermann. (Fragm.)
nnier | 21. September 2009 | Topic Fernseh
Erst vor kurzem musste ich an die Sendung Aktenzeichen XY denken, und nun ist also Eduard Zimmermann gestorben.

Jahrelang sah ich am Freitagabend gerne den Freitagskrimi, also Derrick, Der Alte und peinlicherweise besonders gerne Ein Fall für Zwei. Es war für mich dann eine große Enttäuschung, wenn ich beim Blick auf die Fersehseite der Tageszeitung (denn eine Programmzeitschrift hatten wir nicht) feststellen musste, dass "nur XY" kommen würde.

In diesen Zeiten, als das ZDF so unglaublich braun-beige-olivgrün daherkam, dass man sich fragt, wozu eigentlich alle Farbfernseher haben wollten, gab es aber auch keine brauchbaren Alternativen, und außerdem bot die Sendung auf eine verrückte Weise einen ganz speziellen, gruselig-lustvollen Kitzel. Denn es waren ja reale Fälle, über die dort berichtet wurde und die von dermaßen hölzernen Darstellern nachgespielt wurden, wie man sie bis zum Dammbruch durch täglichen Privatsenderschund wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten nur selten zu sehen bekam.

Trotzdem konnte einen das Grauen befallen. Nachdem Eduard Zimmermann, den man meiner Erinnerung zufolge in all den Jahren nicht eine Zehntelsekunde lang lächeln sah, mit todernstem Gesichtsausdruck die Sendung eröffnet hatte,

Nachwort von Max Gelbwurstbrod: Dieses unvollendete Werk erlaubt einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise des Autors, der den Beitrag am Vorabend begonnen und gegen Mitternacht zur Seite gelegt hat. Er mache das gelegentlich so, äußert der gegenüber den Medien stets zurückhaltende Schreiber, wenn er merke, dass er "müde" werde. Vermutlich hätte er die Arbeit am Folgetag wie üblich wieder aufgenommen und dabei das bereits Geschriebene noch einmal kritisch durchgelesen, womöglich stilistisch geglättet oder auch, wie er selbst wohl sagen würde, "komplett in die Tonne getreten." Eine schmerzhafte Schulterzerrung, die wirklich "asig weh" tue, unterbrach dann jedoch den gewohnten Prozess, wodurch hier wohl erstmalig die Rohfassung eines Textes - Herrgottsakra, das tut dermaßen weh, ich gehe jetzt ins Bett!

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