Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Sonntag, 22. Januar 2012
Besen, biased
nnier | 22. Januar 2012 | Topic Musiq
Ich akzeptiere Schleichermusik normalerweise nicht. Ich akzeptiere Jazzbesen nur im Zusammenhang mit Angelo Badalamenti. Ich akzeptiere unter regulären Bedingungen keine Barmusik mit Klaviersprengseln.

Schalten Sie sich doch bitte mal kurz dazu:



Eine Platte mit Standards, hui, das klingt gefährlich nach Rod Stewart, und wenn er sich in den letzten Jahren so bemüht und es auch endlich geschafft hat, sich vom Image des gefälligen Balladensängers und Hut-und-Stock-Unterhaltungskünstlers zu befreien, dann staunt man erst mal über den Mut, nun ausgerechnet so ein Album herauszubringen. Sachen aus dem Archiv. Müde, verstaubte Musik für müde, verstaubte alte Leute. Wie alt ist er inzwischen? Ihm ist wohl nichts mehr eingefallen.

Das Stück, das Sie da gerade hören, ist übrigens eine Eigenkomposition. Ich finde sie sehr geschmackvoll, natürlich geht es haarscharf an der von mir gefürchteten Klippe entlang, doch die Streicher ersäufen einen nicht, das Klavier klimpert keine bloßen Hotelbarklischees, auch die Harfe hält sich angenehm zurück. Clapton mag ich sonst gar nicht so sehr, aber was er da akustisch zupft, nehme ich auch gerne mit.

Dann aber vor allem: Die Stimme. Ich schrieb es schon mal, mit seiner gealterten Stimme kann ich sehr viel anfangen, und ich bin froh, dass hier anscheinend nichts aufpoliert wurde.

Ich habe es einmal angehört, vor drei oder vier Tagen, es "kam" nicht sofort, das kenne ich aber schon. Ich habe es einsickern lassen, nicht daran gerührt, und jetzt ist es so weit, die Synapsen sind verknüpft, ich hab's den ganzen Abend laufen und bin bereit für ein Album mit bescheuertem Titel und langweiligem Cover.

(Disclosure: Ich bin müde, alt und verstaubt.)

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Donnerstag, 19. Januar 2012
grep
nnier | 19. Januar 2012 | Topic Klar jewesn
Das Protokoll des tödlichen Facebook-Flirts
Facebook-Freund erschlägt und ersticht Schülerin (16)
Sie lernten sich auf Facebook kennen.
DAS PROTOKOLL DES TÖDLICHEN FACEBOOK-FLIRTS!
Am 8. April 2011 lernen sich der Azubi Jerry J. und die Schülerin Linda H. über das soziale Netzwerk Facebook kennen.
Gestern Prozessauftakt gegen den Facebook-Killer!

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von BILD.de-News!


(Quelle - Obacht: Link führt zu Organ der Niedertracht)

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Mittwoch, 18. Januar 2012
But Why Pretend
nnier | 18. Januar 2012 | Topic In echt
There Was a Time
When Every Day Was Young
The Sun Would Always Shine
(Paul McCartney)






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Donnerstag, 12. Januar 2012
Mein Freund A.
nnier | 12. Januar 2012 | Topic In echt


Manchmal wollten wir abhauen, dann schmierten wir eine Ladung Butterbrote und fuhren mit den Fahrrädern bis weit hinter den See, einmal sogar bis zum Wehr. Da konnte man stundenlang Steine schmeißen und richtig gut Butterbrote essen.



Wir hatten immer einen Jahresvorrat Knaller, manchmal rief ich ihn an und fragte, ob wir nicht eine Runde knallen gehen wollten, dann kam er und man hörte ihn schon von weitem. Noch heute, wenn es irgendwo knallt, muss ich als erstes an ihn denken.



Er kam jeden Tag vor der Schule bei uns vorbei, obwohl es für ihn ein Stichweg war. Es klingelte, ich drückte auf den Summer, unten rief es: "Ich bin's! A.!", das gehörte so selbstverständlich zu meinem Tag wie die Nachmittage, die wir zusammen verbrachten. Noch als ich zu Hause auszog, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es jemals anders wäre.



Ich habe ihn seit 15 Jahren nicht mehr gesehen.

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Mittwoch, 11. Januar 2012
ren, tzen, zis.
nnier | 11. Januar 2012 | Topic Klar jewesn
Geht mir jeden Tag so.



Geschmacklos? Finde ich auch! Mit V, bah.

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Dienstag, 10. Januar 2012
Wie halten kann der sich Präsesbundident noch lange?
nnier | 10. Januar 2012 | Topic Ja nee
Neue Vorwürfe bringen Bundespräsident Christian W.* in Bedrängnis: Nach Berichten über Berichte in dieser einen Zeitung kommen nun Berichte über Fragen und Fragen zu Berichten, die Wulffs** Anwalt wie folgt unbeantwortet ließ: Wir haben hier auch nur eine Schneidemaschine für die Salami, stellen Sie sich hinten an, und der Präsident betont ausdrücklich, dass er "nur wegen dieser einen Sache da" noch lange keinen Gang nach Cabanossi antreten wird noch in den letzten zehn Jahren angetreten hat.

Es gibt unterschiedliche Angaben darüber, wofür genau die Zahlungen bestimmt waren. Der Fall wirft Fragen auf, denn Wulff*** setzte sich in dieser Zeit als nieders.**** Ministerpr.***** für die Interessen der Branche ein, in der auch Michael aus der 8B aktiv ist, den Wulff****** zwar nicht kannte, da dieser laut Anwaltsdementi die 8. Klasse übersprungen bzw. gar nicht geschafft hat (und das auch noch an einer ganz anderen Schule, wie der Rechtsvertreter nach Medienberichten verschweigt) - doch munkelt man Regierungskreisen von weiteren, unbeantworteten Fragen, die noch niemand gestellt hat. Ein Insider: "Da sagen manche schon so, puh, so, ne!"

Auch im Volk kippt die Stimmung: Waren gestern noch 67% der Ansicht, dass man da "evtl. mal genauer hinsehen" muss, sind es heute, nicht mal einen Tag später, schon gut zwei Drittel - Tendenz steigend! Auch in Schloss B.******* wird man unruhig: Es habe sich damals "wohl" nicht um eine Buchfinanzierung, sondern vielmehr um Honorare für Berichte über Fragen zu rollierenden Kommunikationsberatungen gehandelt, steht nach Medienberichten im Internet.

--
* Vollst. Name ist der Redaktion bekannt
** Oops!
*** Tss!
**** Vollst. Bundesland ist einer befreundeten Redaktion bekannt
***** Vollst. Bezeichnung für den Regierungsschef eines deutschen Bundeslandes steht bei Wikipedia
****** Sorry, echt jetzt.
******* Vollst. Name ("Schloss Bellevue") ist Teilen der Redaktion bekannt

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Sonntag, 8. Januar 2012
Wie ich schon wieder einen Haufen Geld gespart habe
nnier | 08. Januar 2012 | Topic In echt
Ich musste kurz schmunzeln, als ich las, dass diese Rußpartikelfilter jetzt doch wieder gefördert werden: Immerhin 330 EUR gibt's erstattet, das war jahrelang so, bis Ende 2010 - und nun also wieder im neuen Jahr. Da gluckst man in sich hinein, wenn man an die Stelle kommt: "Eine rückwirkende Förderung für Nachrüstungen in 2011 ist ausgeschlossen", weil die im Wirtschaftsministerium das einfach nicht lernen: Es heißt "2011" oder "im Jahre 2011", nicht "in 2011". Es ist Deutschland hier!



Seit sie vor ein paar Monaten dieses Ding eingebaut haben, rutscht regelmäßig der Auspufftopf nach hinten und dengelt gegen irgendein Metallteil. Da ich etwa gleichzeitig brombeerfarbene Gardinen eingezogen hatte und zur Selbstkritik neige, vermutete ich zunächst, dass eines der Schräubchen, mit denen ich die Gardinenschienen aus Aluminium so passgenau an der grauen Kunststoffverkleidung befestigt hatte, fröhlich von innen gegen das Karosserieblech vibrieren musste. Wochenlang war ich dann auf der Suche nach der Ursache des störenden Geklöters, räumte das Auto komplett leer und wieder ein, startete den Motor und hatte bald keine Idee mehr, wo die Geräuschquelle wohl sitzen mochte, bis ich eines Spätsommertages mit offenem Fenster fuhr und endlich auf die richtige Spur kam. Zweimal besserte die Werkstatt nach, jedes Mal war man überzeugt, dass es "nun aber wirklich" halten sollte, doch bald schon klapperte es wieder fröhlich drauflos, weshalb akustisch auch kaum ins Gewicht fiel, dass dafür die Hupe nicht mehr funktionierte - und ich beschloss, dem Gefährt eine Inspektion zu gönnen: Schauen Sie ihn bei der Gelegenheit doch mal durch.

Das Gute war, dass ich danach nicht mehr so angestrengt nachdenken musste, was ich bloß mit meinem Weihnachtsgeld anfangen sollte. Solchermaßen erleichtert verschlug es mich heute in den Baumarkt, denn es muss ein Geländer her, im Flur. Dieses Provisorium aus alten Brettern, schnell mal mit zwei großen Schraubzwingen fixiert und auf der anderen Seite mit ein paar Schnellbauschrauben an die Treppenwange geheftet - das sieht nach nichts aus und hat jetzt auch schon acht Jahre gehalten. Es befindet sich gegenüber den drei großen, offenen Sicherungskästen, die auf Fremde immer ordentlich Eindruck machen und für die es keine Klappen oder Türen gibt. Es hat was von Industrial, könnte man sagen, und wenn der Besuch dann lieber mit einem gewissen Abstand daran vorbeigeht, rufe ich laut: "VORSICHT! NICHT ZU NAHE ANS GELÄNDER" - so bemerkt kaum jemand die fehlende Deckenlampe oder dass der Teppichboden da nur so provisorisch auf dem Estrich rumliegt. Allerdings wird sich das bald ändern, denn das Laminat für den Flur liegt bereits im Keller. Man soll das ja nie sofort nach dem Kauf verlegen, sondern erst mal eine Weile akklimatisieren lassen, und ich bin zuversichtlich, dass die sechs Jahre auf dem Kellerregal vollauf genügen.



Es stehen also Veränderungen an, bloß kann man nicht erst Laminat verlegen und dann Geländerpfosten im Boden verankern - jahrelang sage ich das, da muss man erst in Ruhe überlegen, wie das mit dem Geländer genau aussehen soll und dann, wenn das steht, kann man den Boden machen. Mit der optischen Tarnung für diese Sicherungskästen ist das auch nicht so einfach, denn in der Wand laufen Zilliarden Leitungen kreuz und quer, Sie machen sich keine Vorstellung. Einfach ein Bild davor hängen, sagen Sie, vielen Dank!, aber da ist kein Zentimeter, in den ich gefahrlos bohren oder auch nur einen Nagel versenken kann. In meinem Kopf entsteht jedoch seit einigen Monaten ein Gedanke, der mit Montagekleber, Klavierleisten sowie einem Triptychon aus Alu-Dibond-Platten mit alpinem Fotomotiv zu tun hat.

Neulich musste ich bei einem Halogen-Deckenfluter das stabförmige Leuchtmittel ersetzen. "Max. 100 W" steht an der Lampe, so dass ich im Laden ernsthaft ins Grübeln kam: Sollte ich EINEN Halogenstab für FÜNF Euro nehmen - oder lieber FÜNF Halogenstäbe für EINEN? Der eine für die fünf bot nämlich die geforderte Nennleistung - die fünf für den einen hingegen großzügige 150 Watt, also nahm ich beides, es war mithin eine Mischkalkulation, sechsmal Halogen für zusammen sechs Euro, rechnen Sie es sich selber aus und horchen Sie in sich hinein: Geht es Ihnen besser damit, FÜNF Euro für EINEN EINZIGEN Leuchtstab auszugeben - oder SECHS für SECHS? Na bitte. Wobei ich diesem Impuls inzwischen manchmal ganz bewusst widerstehe, bspw. wenn es um Curry-Ketchup geht, da kostet die Riesenflasche mit dreifachem Inhalt zwar nur minimal mehr als die kleine, bloß steht sie dann ein Jahr lang sperrig im Kühlschrank herum und dann zweifelt man am Haltbarkeitsdatum und schmeißt die Hälfte weg. Es ist nämlich so, dass es in unserem Haushalt nicht nur einen dieser schicken Halogen-Deckenfluter in minimalistisch-puristischem Metalldesign gibt, so dass gleichgeartete Leuchtmittelausfälle früher oder später mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfolgen würden, überlegte ich beim sechsfachen Lampenkauf, und womöglich hätte ich bis dahin auch entschieden, ob ich den Einbau der leistungsmäßig überdimensionierten 150er-Stäbe in die Max-100-Lampe tatsächlich riskieren wollte.



Diese metallenen Lichtquellen stammen aus einer Investition, die ich einmal getätigt habe, da wurden wirklich hochwertige Lampen zu äußerst günstigen Preisen verscherbelt. Ich habe dann auf Vorrat gekauft, dreimal bin ich hin-und hergefahren, und war mir auch sehr sicher, die jederzeit mit Gewinn wieder losschlagen zu können.

Das mit dem Gewinn hat nicht ganz geklappt, erst neulich konnte ich mal wieder eine 5-er-Pendelleuchte verkaufen, für 30.- EUR, während der Kaufpreis damals bei 30.- EUR gelegen hatte. Die genaue Rendite muss ich nachher mal mit dem Taschenrechner ermitteln, trotzdem war das mit den vielen Lampen ganz gut, weil das Laminat die ganzen Jahre nicht so alleine da rumliegen musste, außerdem ist es dann nicht so schlimm, wenn jemand mal eine Lampe umschmeißt, weil er brutal am Staubsaugerkabel reißt, oder wenn jemand mal eine Lampe umschmeißt, weil er plötzlich seinen Teppich aufrollt, oder wenn jemand mal eine Lampe umschmeißt, weil er irgendwie sein Strickzeug im Kabel verheddert, oder wenn jemand mal eine Lampe umschmeißt, weil er einfach im anderen Zimmer an der Kabeltrommel zieht: Dann kann man einfach "Macht doch nichts, Schatz!" sagen, zusammenfegen und in den Keller gehen, das entsprechende Modell nach oben holen, der Aufbau erledigt sich inzwischen ohnehin wie im Schlaf.

Im Baumarkt, wegen dieser Geländergeschichte, das hat mich noch nicht überzeugt, dieses Selbstbausystem, da sind noch Fragen offen, das muss ich mir noch mal ganz in Ruhe überlegen. Dafür fand ich in der Restpostenecke zwei prima Betonbohrer, einen 18er und einen 20er - fürs ganz normale Bohrmaschinenfutter! Die gab's zum halben Preis, und ich weiß genau, dass ich sie mal brauchen werde. Außerdem eine günstige Großpackung mit weißen Abdeckkappen aus Kunststofff für Kreuzsenkkopf­schraubenköpfe, das kann nie schaden, sowie einen Vorrat dieser niedlichen 25-Watt-Birnen mit E-14-Fassung, wie man sie z.B. im Leuchtglobus verwendet - Markenware für gerade mal 55 Cent das Stück!



Zu Hause dann nahm ich mir die Halogenlampe vor, setzte einen 150-Watt-Leuchtstab ein und war enttäuscht: Kein Licht, die ganze Lampe schien defekt zu sein! Mit Entsetzen stellte ich fest, dass im Keller kein Exemplar dieses Typs mehr zu finden war. Also besann ich mich meiner Kenntnisse, baute den Fußdimmer auseinander, nahm die Schmelzsicherung heraus, setzte sie wieder ein, tat selbiges mit dem Leuchtmittel, konnte nichts feststellen, baute achselzuckend alles wieder zusammen - und wie üblich funktionierte dann auch die Lampe wieder. Soviel mal dazu!

(Die Abkürzung "KS" auf der Packung heißt übrigens gar nicht "Kreuz-Senkkopf", das heißt wohl "Kunststoff", und in kleiner Schrift steht "I-Stern" darunter. Sollten Sie also zufällig Bedarf an 200 weißen Abdeckkappen für diese Torx-Schrauben haben, könnte ich günstig etwas vermitteln.)

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Freitag, 6. Januar 2012
Sternsinger
nnier | 06. Januar 2012 | Topic Ja nee
"Merkel stürzt Krisenpräsident Wulff", das hat wohl fast jeder zuerst so gelesen. Man soll nicht nach Äußerlichkeiten gehen, deshalb räuspere ich mich auch kurz und sage: Ich konnte dem nie zuhören, dieses Gequetschte, immer unterdrückt Wirkende an seiner Stimme hat mich von Anfang an belastet, ich als Niedersachse lebe ja schon ewig mit dem Mann, das geht noch in Schröders Ministerpräsidenten-Zeiten zurück, und wenn man jemandem zuhört und sich dabei immer selber räuspern muss, macht einen das auf die Dauer ganz unruhig.

Die ganze(?) Geschichte ist bis zum Überdruss diskutiert und ausgebreitet worden, und normalerweise mag ich mich hier nicht zu tagespolitischen Themen auslassen. Einerseits, andererseits. Und aber auch! Ja, wer hat denn! Es waren aber auch gerade. In Zeiten wie diesen. Lassen Sie mich zunächst einmal.

Ich muss trotzdem die ganze Zeit nachdenken. Vielleicht, weil diesmal alle unsympathisch sind. Der gequetschte Präsident. Die Glämmer-Gattin. Der eine sagt zu oft "Einfamilienhaus". Die andere passt zu gut zwischen die Blingblings. Dazu wieder mal der Mann mit der Drückerkolonne, ein Ehrendoktor, der gesellschaftlich geächtet gehört: Jahrelange, persönliche Freundschaften - mein Arsch!

Canossa war wenigstens eine Hausnummer, das ganze Gewinsel im Fernsehinterview dagegen nur peinlich: Einfamilienhaus! Gästebett! Schwierige Familienverhältnisse! Und das Zinsrisiko!, seht, ich bin einer von euch, und ich bin total bescheiden!, wir mussten total viel renovieren!, da schämt man sich für die Krämerseele und kann sich plötzlich viel besser erklären, warum der damals so unerwartet in das langweiligere, aber besser bezahlte Amt gewechselt ist.

Wofür schämt man sich da? Dafür, dass er nicht merkt, wie korrumpierbar er ist? Dafür, dass er so ein geschmackloses Haus hat? Dass er nicht mal richtig geschmiert wurde, sondern bloß einen lächerlichen Zinsvorteil genutzt hat? Oder dafür, dass er sich jetzt so vorführen lässt?

Denn das ist ja das Drama hinter dem Drama: Bei allem ekligen Mitmachen und Dabeiseinwollen, seht mal, ich verkehre mit bekannten Schauspielerinnen, ich bin auf dem Weg zum Emir, ich habe jetzt eine freche Frisur, bei all dem linkischen Bescheidenheitsgetue, Gästezimmer von Freunden auf Norderney, all dem Feigen und Winkeladvokatischen und schlimm Horizontbegrenzten, das er seit Wochen präsentiert und nicht ansatzweise bemerkt: Die noch übleren Figuren sitzen anderswo, da, wo man mit dem Fahrstuhl erst hoch und dann runter fährt und panisches Mailbox-Gezeter auch dann genüsslich weiterreicht, wenn die Entschuldigung vor Wochen akzeptiert wurde.

Der amorphe Vorteilsnehmer ist peinlich, sein Winden und Klammern ein Schauspiel, das ich nicht sehen will. Trotzdem ahne ich das Grauen, das einen befallen muss, wenn Verlegerwitwen Daumen senken und gegelte Menschenvorführer schon mal die Klinge aufblitzen lassen. Wir haben da noch was über Ihre Frau.

Mitleid? Nein, so kann ich es nicht nennen. Aber wir alle bekommen hier ganz nebenbei vorgeführt, dass wir als kleine Klinkerhäusler eben doch nur von ihren Gnaden sind.

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Mittwoch, 4. Januar 2012
Puren Standes Dieb: Tina! (WC-Hilfsruf)
nnier | 04. Januar 2012 | Topic Illiterarisches
Frau! WC! Hilf inst.!
Frau hilft ins WC
Finalist fuhr WC
Hinauf ... (WC-Flirts!)

Ach, Riff in Wulst -
Wir Schaf in Flut!
Satin WC? Hilf ruf!
Tina! Hilfs furs WC!

War Fisch in Flut!
War Fuchs in Lift!
Na, WC? Ist Hilf Ruf!

Fair Wunsch: Lift!
Fair WC: Hilfs tun!
Fair WC hilft uns.
Final frisch Wut!

Fast Fluch in Wir:
Final wichst Ruf!
Final Schuft wir!
Final futsch wir!

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Dienstag, 3. Januar 2012
Till Schweiger 2012: Bupräkriwu
nnier | 03. Januar 2012 | Topic Ja nee
"Immerhin etwas!", freut sich Bundesabkürzungskanzler Helmut Schm.
(Otto Waalkes)
Mir geht das auch immer so: Ach, Herr nnier, das ist doch nicht der Rede wert!, z.B. wenn ich mal wieder mit dem Kraftfahrzeug zu den freundlichen Menschen in die Werkstatt muss. Ich sage dann: Na, wenigstens einen Zehner für die Kaffeekasse, dann winden die sich erst immer und sagen: Das wäre doch nun wirklich nicht nötig, ich sage dann: Doch, ich bestehe darauf, dann verbeugen die sich, das kommt mir manchmal richtig übertrieben vor, und bringen mir das Auto später vor die Haustür - und ich meine, neulich lag dann sogar noch eine Schachtel Pralinen drin, die ich vorher nicht gesehen hatte, jedenfalls hatten sie alles gründlich ausgesaugt und blankpoliert, da bin ich mir ziemlich sicher, das sah nämlich echt aus wie Sau vorher.

Von wegen "Servicewüste Deutschland"! Man muss nur nett sein zu den Leuten, ich sage immer: Wie es in den Wald hineinschallt. Wenn ich z.B. die ganze Zeit rummosere über die Deutsche Bahn, dann kommt das auch irgendwann auf mich zurück. Dabei kann es so einfach sein: Ich z.B. buche ja meistens das Niedersachsenticket, da können bis zu fünf Leute für 35 EUR fahren, das ist für meine Begriffe wirklich preiswert!, und dann werde ich praktisch immer hochgestuft, man räumt die Wartezone für mich, bringt Schnittchen und Piccolo, und der leere Waggon hält genau da, wo ich einsteigen will. Mein Lehrer hat damals diese Geschichte erzählt von dem Hund, der sich in ein Spiegelkabinett verirrt, und dann knurrt er böse und die anderen Hunde knurren auch so böse und er kläfft sie an und sie kläffen ihn an. Der andere Hund - und daran denke ich heute noch - wedelt freundlich mit dem Schwanz und die anderen wedeln auch und das ist dann ein schönes Leben für diesen Hund. Man könnte sagen, das ist mein Lebensmotto.

Wenn Sie wüssten, wie's bei mir im Keller aussieht! Diese ganzen Warenproben, da kommt kein Mensch gegen an. Man fragt sich manchmal schon, wie sich das für die Firmen rechnet - z.B. mal eben so eine Bulthaup-Küche oder diese ganzen Sofas von Rolf Benz, meine Frau sagt dann immer: Wer weiß, wofür man's mal brauchen kann, frisst ja kein Brot, und dann wird's halt dazugestellt, das ist rap-pel-voll inzwischen da unten! Und, mal ehrlich: Kaufen würd ich sowas nicht. Aber die machen anscheinend trotzdem ihren Schnitt, so funktioniert der Markt nun mal und wer wäre ich, da irgendwie regulierend einzugreifen.

Es muss was mit meiner Ausstrahlung zu tun haben, das war schon früher so, die anderen Kinder haben mir immer freiwillig ihr Taschengeld geschenkt, später war ich dann manchmal richtig genervt, wenn die hübschen Mädchen sich darum geprügelt haben, wer mir die Tasche tragen darf.

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Freitag, 30. Dezember 2011
Relax, it's only 2 months
nnier | 30. Dezember 2011 | Topic In echt
Hast du den Hüttenschlüssel auf der ... gelassen?
Bitte um Antwort. War seitdem nicht mehr oben.
Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem Sie gut sein können, wird man gelegentlich aufgefordert, schließen Sie die Augen und suchen Sie sich einen Ort, Ihren Ort, und der Witz ist, dass ich den immer ganz genau kannte. Erinnerungen verblassen und verklären, das war mir nur allzu klar, doch hatte ich immer ein ganz bestimmtes Bild sehr deutlich vor Augen, und als ich nach 25 Jahren wieder hinfuhr und die letzte Kurve genommen hatte, die Vorfreude kaum noch aushalten konnte und doch schon lange stumm war vor Furcht, es könne sich alles als Trugbild erweisen -

da kam ich oben an und es schnürte mir den Hals zu, ich ging wie in Trance zur Hütte und hätte den Boden geküsst, wenn ich nicht so weit darüber geschwebt hätte, das Gatter aufmachen als wäre es gestern gewesen und am Brunnen Wasser holen -

Holzgeruch, Kuhglocken, Berge -

und wie wichtig mir das ist, wie mir bei jeder Abreise das Herz schwer wird, wie ich wochenlang glücklich damit sein kann, einfach dort zu sein und aus dem Fenster zu schauen oder ein Feuer zu machen, mich mit kaltem Wasser aus einer Schüssel zu waschen -

das habe ich bestimmt schon alles erzählt, und wie ich dieses Jahr gleich zweimal hinfahren konnte, und wie toll das ist, dass mir einer ganz unkompliziert seine Hütte vermietet, wenn's mal wichtig ist auch im Herbst, wenn sonst keiner mehr oben ist, und er mir im Dorf den Schlüssel gibt und sagt: Bleib, solange du willst, nach dir kommt keiner mehr, und ich am Schluss die Hütte aufräume und alles winterfest verschließe, mich nochmal umdrehe und ein paar Stunden durch den Schnee hinunterstapfe -

dann zum Hüttenbesitzer fahre und ein wenig plaudere in seiner Werkstatt, mich bedanke und noch über dies und jenes rede, während ich bezahle, irgendwann aber losfahren muss und nach einer Weile, nur einmal kurz, ganz flüchtig, denke: Hast du ihm eigentlich den Schlüssel ...?, lieber noch einmal anhalte und Jacke, Rucksack und Handschuhfach durchsuche, nichts finde und also beruhigt bin, er hätte ja auch etwas gesagt -

zu Hause auspacke und wegräume und mich wieder im Leben zurechtfinde -

und viele Wochen später eine E-Mail bekomme, in der ich nach dem Schlüssel gefragt werde -

dann zucke ich erschreckt zusammen, sortiere meine Gedanken, schreibe eine E-Mail zurück, durchsuche alles Gepäck und das Auto und erinnere mich plötzlich an besagtes Gedankenfragment, wühle durch Schlafsack Rucksack Schubladen Jacken, suche an den möglichen und dann auch an den unmöglichen Orten, äußere per Mail meine Zerknirschtheit und verspreche die Übernahme der Kosten fürs Auswechseln des Schlosses, am liebsten würde ich ja selber hinfahren und es in Ordnung bringen -

frage weitere vier Wochen später erneut nach, nachdem ich eine Rückreisenzwischenstation als allerletzte irgendwie-denkbare Möglichkeit noch einmal persönlich und natürlich erfolglos abgesucht habe -



und bekomme am Tag darauf folgende Antwort:
Kann Entwarnung geben. War heute auf der ..., der Schlüssel ist an der Eingangstüre gesteckt. Alles in Ordnung
Also, wünsche dir u. Deiner Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Und den wünsche ich Ihnen allen auch.

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Mittwoch, 28. Dezember 2011
Und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr
nnier | 28. Dezember 2011 | Topic Ja nee
... und holt den ganzen Plunder. Muss das sein, fragen viele - wir haben uns heute einfach mal unter das umtauschende Volk gemischt und die besten Tipps zusammengetragen.

- Noch jemand ohne iPad? Wenn Oma, Opa, Onkel und Tante sich wieder mal nicht abgesprochen haben, werden Kindergesichter spätestens beim dritten Tablet-Computer lang. Mit etwas Silikon, Zuckerguss und bunten Smarties zaubert man im Handumdrehen lustige Knusperhäuschen aus überzähligen Rechenflundern - und ein Lächeln auf verheulte Kindergesichter. Guten App-etit ;-)

- Meter 30 EUR:
So schön war die Zeit mit der Nordmanntanne - und für den Preis allzu kurz! Unser Tipp: Im Römertopf lebt die Erinnerung ans Fest der Feste das ganze Jahr über immer wieder auf. So ein Zweiglein schmeckt zwar nicht wie Rosmarin, ist dafür aber garantiert nicht "öko"!

- 1, 2, mp3-Player! Nicht verzweifeln: Niemand muss seine überzähligen Musikabspielgeräte heimlich im Bus "vergessen". Mit etwas Kuvertüre ist im Handumdrehen ein prima Anstandsstück für den Lebkuchenteller gezaubert!

- Burlington war letztes Jahr! Der Härtetest fürs Weihnachtsfest: Was wäre Heiligabend ohne Wutausbruch, weil Oma partout die Sockenmarke nicht checkt? Die einfühlsame Hausfrau holt den Empfänger dort ab, wo er "steht": Nicht nur kalte Füße fühlen sich in einer schmiegsamen Baumwollhülle rundum wohl! Und auch die Umwelt freut sich: Aufs Leben gerechnet spart man(n) so bis zu 4 Kubikmeter Kleenex, das entspricht 2,8 Gramm CO2 am Tag!

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Zu tun
nnier | 28. Dezember 2011 | Topic In echt
"Zwischen den Jahren" - der Festtagsbraten ist vom Tisch und die ersten Vorbereitungen für die Silvesterparty laufen an. Zeit, um einmal innezuhalten, Bilanz zu ziehen und einen Ausblick aufs kommende Jahr zu wagen.

Bis dann.

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Donnerstag, 22. Dezember 2011
Bisschen Eurythmie schadet nie
nnier | 22. Dezember 2011 | Topic In echt
Who am I to disagree?
Dass beim Älterwerden die Zeit stetig schneller verfliegt, liegt bekanntermaßen an der Bruchrechnung: Entspricht ein Tag im Leben eines Dreijährigen immerhin einem groben Tausendstel seines bisherigen Lebens, ist es bei einem Dreißigjährigen halt nur noch ein Zehntausendstel und so weiter. Kennen wir alles - huch, schon wieder Winter, sagt man da höchstens noch, was mich jetzt doch an eine Stelle aus dem gewohnt routiniert geschriebenen Buch von Terry Pratchett denken lässt, das ich gerade lese, weil es mir empfohlen wurde. Mir sagte ein Buchhändler einst: Pratchett - das ist doch kein Autor, das ist ein Textverarbeitungssystem! Damals, als ein Tag noch etwa einem Siebentausendstel meines bis dahin angesammelten Lebens entsprach, hatte ich das Buch Good Omens von einem Freund aufgedrängt bekommen und mich sehr amüsiert, diese Art Humor war mir neu, und doch bin ich nie tiefer in die Pratchett-Textverarbeitungswelt eingestiegen. Im Lauf der folgenden Jahre hatte man mir dann immer mal einzelne Werke empfohlen und geschenkt und geliehen, die konnte ich als kleine Ablenkung auch weglesen wie eine Limonade am Strand, war aber nie hooked und bekam ganz im Gegenteil irgendwann das schale Gefühl, abgefüttert zu werden; äußerst profesionell hergestelltes Lesfutter zwar und nicht aus den billigsten Zutaten, dennoch war es derselbe Effekt wie nach 150 MAD-Heften, irgendwann hat man die Meta-Formel durchschaut, und wenn man sich Zusammenschauen vorangegangener Dekaden wie z.B. die Bücher MAD about the Sixties bzw. Seventies vornimmt, kann man erkennen, dass diese Formeln auch davor schon ziemlich lange angewendet worden waren. Trotzdem sollte jedes Kind Maurice der Kater lesen, das hilft bei der Synapsenverknüpfung und lehrt wichtige grundlegende, aber eben auch schon einige weiterführende Prinzipien der Humorkonstruktion.

Die Stelle aus dem von mir gerade gelesenen Buch Alles Sense!, auf die ich hinauswill, steht ziemlich zu Beginn, man erahnt gerade erst das über der Handlung schwebende Oberthema (Vergänglichkeit, das Bewusstsein ihrer, Vermutungen über das Danach), da wird eine Ansammlung von Bäumen beschrieben:
Die sechs Zählenden Kiefern lauschten der ältesten Kiefer weit und breit: Der knorrige Stamm verkündete ein Alter von einunddreißig­tausend­siebenhundert­vierunddreißig Jahren. Das Gespräch dauerte siebzehn Jahre und wird hier im Zeitraffer wiedergegeben.
"Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als es hier nicht nur Felder gab."
Die Kiefern blickten über die mehr als anderthalbtausend Kilometer freies Land vor ihnen hinweg. Das Firmament flackerte wie der schlechte Spezialeffekt eines Zeitreisefilms. [...]
"Und was gab es statt dessen?" fragte die nächste Kiefer.
"Eis. Wenn diese Bezeichnung angemessen ist. Damals hatten wir richtige Gletscher. Nicht so ein Eis wie heute: plötzlich da und schon wieder weg. Es blieb eine Ewigkeit lang."
"Was ist damit passiert?"
"Es verschwand."
"Wohin?"
"Was weiß ich? Wohin die Dinge eben verschwinden. Alles hat's so eilig ..."
"Potzblitz! Der hatte es in sich."
"Was meinst du?"
"Den letzten Winter. War ziemlich streng."
"So etwas hältst du für einen strengen Winter? Als ich ein junger Baum war - da hatten wir richtige Winter. Aber heute ..."
Die Kiefer verschwand.
Nach einer schockierenden Pause, die mehrere Jahre dauerte, sagte ein anderer Baum der Gruppe: "An einem Tag war er noch da, und am nächsten nicht mehr. Wie ist so etwas möglich?"
Wenn die übrigen Bäume Menschen gewesen wären, hätten sie jetzt mit den Füßen gescharrt.
"So etwas kommt vor, Junge", erwiderte einer von ihnen behutsam. Bestimmt ist er jetzt an einem besseren Ort. Immerhin war er ein guter Baum."
Ich wundere mich deshalb, dass ich im Kindergarten ganz fest überzeugt war, dass wir IMMER im Frühling was mit Blüten und IMMER im Spätsommer was mit Ernte gemacht haben. SCHON WIEDER! IMMER DAS GLEICHE!, rief ich jedenfalls, als es wieder einmal hieß: DAS BROT. Es war eine Geschichte, an die ich mich kaum erinnere, sie wurde uns IMMER vorgelesen und hatte natürlich mit Getreide zu tun und wie aus dem Korn Mehl und schließlich Brot wird, wir liefen dann herum und riefen bei jeder Gelegenheit: "Das Brot!", ehrlich gesagt finde ich es heute noch komisch, in einer beliebigen Situation plötzlich "Das Brot" zu verkünden. Sehr wahrscheinlich haben wir auch selber Korn gedroschen und gemahlen, denn wie Sie längst ahnen, spielt das alles in einem Waldorfkindergarten, das hat mir übrigens nicht geschadet (schiel sabber stöhn) und natürlich wurde am Ende eigenes Kindergartenbrot daraus gebacken, das wollte ich zu Hause auch unbedingt mal machen, nur meine Schwester meinte, dass ihr das "gebackene" Brot nicht so schmeckt, sie wollte lieber richtiges.

Sie können ja zwischendurch mal überlegen, aus wie vielen Silben die Phrase "Who am I" besteht. Oder sich an die If-Sätze erinnern, da gab es ja zwei Arten: Präsens im Bedingungssatz - dann Will-Future im Hauptsatz, Vergangenheitsform im Bedingungssatz - dann would + Infinitiv im Hauptsatz. IMMER DAS GLEICHE, will man da denken und erinnert sich an ein furchtbar langweiliges Lied von Midge Ure, das man auch nur deshalb nicht vergessen hat, weil der Titel If I Was (wie viele Silben sind das?) einem so falsch vorkam. Hatten wir nicht gelernt, dass das nur Umgangssprache sei, man sage nämlich nicht: If I was a millionaire, man sage: If I were a millionaire, und so Töchter, die IMMER am Abend vor dem Englischtest ankommen und ihre Sachen nicht dabeihaben, denen sagt man lächelnd: Das erkläre ich dir gerne, denn auch damals, als hier noch richtige Gletscher waren, hieß es schon: If it rains today, I'll take my umbrella und If I had a lot of money, I'd buy a house, dann wird man angegrinst ("GENAU die gleichen Beispiele hatten wir an der Tafel!") und kann mit der wichtigsten Botschaft fortfahren: ES HEISST IF I WERE UND IF HE SHE IT WERE, das hört sich zuerst komisch an, aber If I was ist Umgangssprache, merk dir das gut!

Das mit dem Brot hat bei mir übrigens kein Trauma hinterlassen, ganz im Gegenteil esse ich Brot sehr gerne, ich habe geradezu Hochachtung vor Brot und würde auch gerne mal wieder so ein gebackenes essen. Bis dahin aber ernähre ich mich von den übriggebliebenen Schulbroten von Töchtern, die einem Englischtests zum Unterschreiben hinhalten, alles prima, bloß dieses "If I were" ist immer rot angestrichen und mit "If I was" korrigiert, da muss ich noch mal was nachlesen, in der englischen Grammatik und auch bei Wikipedia, was Midge Ure eigentlich inzwischen macht, vielleicht ist er ja Englischlehrer, und das Brot kaufe ich oft und gerne bei Gutes von gestern, weil so ein lächerlicher Tag einem kräftigen Sauerteigbrot wirklich nichts anhaben kann, und je älter ich werde, umso weniger - siehe oben!

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Montag, 19. Dezember 2011
Bei Dr. Schlaumeier im Spiel-immer-Land
nnier | 19. Dezember 2011 | Topic Klar jewesn
Dutzi-dutzi. Eideidei. Wullewullewulle! Ja - wo will der DeejayDizze leben? Aha! Ja - und wo will der djpiccollo leben? Aha! Ja - und wo will die kleine Kruemelfrost leben? Ei! Ei! Da ist die kleine Kuhmuh! Da! Da! Ja - wo will denn die Kuhmuh leben? Oooh!



Till Schweiger ist schon unterwegs!

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