Mumien, Analphabeten, Diebe.
Du hast's gut, du hast dein Leben noch vor dir.
Nothing Stays the Same
nnier | 29. März 2026 | Topic Musiq
Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der aus Liverpool stammende Künstler Paul McC. nach fünf Jahren Pause ein neues Lied veröffentlicht. Man könnte darüber schreiben, dass es Originelleres gibt, als mit 83 Jahren über Kindheitserinnerungen zu singen. Dass die Melodie keine weitere Hymne für die Ewigkeit ist, die sparsame Instrumentierung mit akustischer Gitarre und Klavier altbekannt, die Stimme in dem hohen Register nicht mehr sattelfest.



So kann es einem durch den Kopf gehen, während man das Lied ein zweites und ein drittes Mal hört, schon sickert es ein, entfaltet sich im Inneren, man hört es ein weiteres Mal und merkt, wie altersweise zurückgenommen es klingt, freut sich immer mehr auf die wehmütigen Akkorde hinter "Nothing stays the same, no one needs to cry" und, na ja, die andere Frage ist, ob dieser Satz eigentlich in allen Teilen stimmt.

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kid37, Sonntag, 29. März 2026, 12:37
Ein Album ist ja auch angekündigt, las ich. Ist schon schön, wenn Leute unbeirrt, aber entspannt, weiterarbeiten (und können).

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nnier, Sonntag, 29. März 2026, 14:03
Wie auch immer ich es geschafft habe, in diesen unwahrscheinlichsten aller Realitätszweige zu gelangen, statt z.B. den, in dem er seinen retire-at-40-Plan tatsächlich umsetzt, oder den, in dem er als Grüßaugust alle paar Jahre Yesterday bei Charity-Events zum Vollplayback singt - ich kann diesen kosmischen Zufall einfach nicht begreifen, auch wenn ich es seit Jahrzehnten versuche.

(Unbeirrt und entspannt mag ich ihn auch am liebsten, und mit diesem Lied, scheint es mir, ist er einfach bei sich. Und muss nichts beweisen.)

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c17h19no3, Samstag, 27. Juni 2026, 21:13
ist eben immer die frage, was danach kommt. was schlechteres oder was besseres? der satz funktioniert nur dann uneingeschränkt positiv, wenn man nix zu verlieren hat. daher - ein zweischneidiges schwert.
und überhaupt, it‘s my party and I cry when I want to, heißt das doch. ;-)

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nnier, Samstag, 27. Juni 2026, 21:48
Logisch betrachtet stimmt das wohl - auf mich wirken die Zeilen weise und tröstlich, weinen dürfen wir ja trotzdem. Wir müssen nur nicht.

Nichts bleibt für immer
Niemand kann sie auslöschen
Die Tage, die wir hinter uns gelassen haben

Denn nichts bleibt, wie es ist
Und niemand muss weinen
Und niemand ist schuld
An den Tagen, die wir hinter uns gelassen haben

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