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nnier | 18. Juni 2008 | Topic Klar jewesn
Mich interessiert es nicht, ob und wie Benjamin von Stuckrad-Barre sich in irgendeiner Zeitschrift über seine früheren Arbeitsbedingungen bei irgendeiner Tageszeitung auskotzt. Wenn eben diese Tageszeitung dann aber so reagiert:
Bravo! Endlich traut sich mal einer was und sagt, wie's ist! Allerdings ist nicht "die Bezahlung" das Problem, lieber Stucki. Das Problem sind Preise von bis zu
70 Euro für das Gramm Kokain, stimmt's?
(Hervorhebung und Absatz im Original)
- dann halte ich das für eine ganz peinliche, kleinliche Nummer. Treffer für BSB, würde ich sagen, der ebendort wie folgt zitiert wird: "Ich habe einige Jahre für die taz geschrieben und erleben dürfen, wie die in der Redaktion miteinander umgehen, wie selbstgewiss die denken und schreiben, ... sich dabei über den Boulevard erheben ..."
[Edit: Hier wird das ganz anders gesehen und hier steht mehr zum Thema BSB bei Springer]
Bravo! Endlich traut sich mal einer was und sagt, wie's ist! Allerdings ist nicht "die Bezahlung" das Problem, lieber Stucki. Das Problem sind Preise von bis zu
70 Euro für das Gramm Kokain, stimmt's?
(Hervorhebung und Absatz im Original)
- dann halte ich das für eine ganz peinliche, kleinliche Nummer. Treffer für BSB, würde ich sagen, der ebendort wie folgt zitiert wird: "Ich habe einige Jahre für die taz geschrieben und erleben dürfen, wie die in der Redaktion miteinander umgehen, wie selbstgewiss die denken und schreiben, ... sich dabei über den Boulevard erheben ..."
[Edit: Hier wird das ganz anders gesehen und hier steht mehr zum Thema BSB bei Springer]
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nnier | 18. Juni 2008 | Topic Klar jewesn
Minderjährige Mädchen vor laufenden Videokameras ... drogenabhängige Mädchen sexuell gequält ... pensionierter Studienrat für Musik, Kunst und Ethik ... problematischen Passion ... freiwillig mitwirkenden Frauen Schläge versetzt ... in elektronische Musik umsetzen ... bereits als Lehrer eines Gymnasiums mit Schülern gemacht ... wo die Freiheit der Kunst aufhört ...
Jessas, man sollte wirklich manchmal in seine Heimatzeitung schauen.
Jessas, man sollte wirklich manchmal in seine Heimatzeitung schauen.
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nnier | 18. Juni 2008 | Topic Klar jewesn
Unweit meiner ehemaligen Heimat lagert in einem Institutsgebäude übrigens der Schädel des Haarmann Fritz, der ihm 1925 abgetrennt wurde ("Die Henkersmahlzeit schmeckte ihm so gut, dass er sich ein weiteres Mal bedienen ließ"). Damals glaubte man ja, man könne der Grobstruktur des grauen Dings die Geheimnisse des ihm innewohnenden Geistes entlocken, gut, das war 1925ff, seither ist doch aber Zeit vergangen, kann man denn heute wirklich noch mit "Bei Schwulen und Frauen ist die rechte Gehirnhälfte größer" ankommen?
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Was will mir der Hüter des Schlafs wohl damit sagen:
Ich sitze mit Heinz Strunk und etwa 20 mir unbekannten Personen in einem Stuhlkreis. Es herrscht Ratlosigkeit, warum Die Zunge Europas ein kompletter Misserfolg geworden ist. Ich lobpreise Trittschall im Kriechkeller, das sei überhaupt sein bestes Werk, poetisch geradezu und sehr tief, nur kenne es keiner, und ermuntere Strunk, noch viel stärker in diese Richtung zu gehen und er solle auf einer ausgedehnten Tour ein komplettes Jürgen-Dose-Programm geben.
Ich sitze mit Heinz Strunk und etwa 20 mir unbekannten Personen in einem Stuhlkreis. Es herrscht Ratlosigkeit, warum Die Zunge Europas ein kompletter Misserfolg geworden ist. Ich lobpreise Trittschall im Kriechkeller, das sei überhaupt sein bestes Werk, poetisch geradezu und sehr tief, nur kenne es keiner, und ermuntere Strunk, noch viel stärker in diese Richtung zu gehen und er solle auf einer ausgedehnten Tour ein komplettes Jürgen-Dose-Programm geben.
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Klar, wenn es z.B. nachts um vier und man z.B. seit zehn Stunden mit einem z.B. überladenen Kleintransporter unterwegs ist, dann kann es schon mal vorkommen, dass einem plötzlich große, bunte Bälle auf der linken Spur entgegenhüpfen, oder es kommt einem so eine Westernlokomotive entgegen, total realistisch mit rotem Kuhfanggitter, und kurz darauf folgt ein freundlich winkendes Känguruh. Man reißt dann das Fenster auf, dreht die Musik noch lauter, steckt sich eine Zigarette an und denkt: Ouuh! Jetzt aber Obacht!
Genauso kann es einem passieren, dass man, gleichermaßen übermüdet, sich zu später Stund' irgendwo durch den Südharz quält, und dann saust ein Ortsschild an einem vorbei, das nicht real sein kann. Man sinniert, prüft, bremst, setzt zurück, und da steht wirklich: Hackpfüffel.
(Auf der Homepage kann man übrigens erfahren, "... welche Aktivitäten in unsere Gemeinde stattfinden", und besonders beeindruckend ist die Galerie [Edit: Als ich dies schrieb, waren es zwei nichtssagende Bilder, das hat sich inzwischen geändert].)
Und wer will, der lese einmal folgende Liste laut: Abberode, Ahlsdorf, Allstedt, Alterode, Amsdorf, Arnstedt, Aseleben, Augsdorf, Benndorf, Bennungen, Berga, Beyernaumburg, Bischofrode, Blankenheim, Bornstedt, Bräunrode, Braunschwende, Breitenstein, Breitungen, Brücken, Burgsdorf, Dederstedt, Dietersdorf, Drebsdorf, Edersleben, Eisleben, Emseloh, Erdeborn, Freist, Friedeburg, Friedeburgerhütte, Friesdorf, Gerbstedt, Greifenhagen, Hackpfüffel, Hainrode, Harkerode, Hayn (Harz), Hedersleben, Heiligenthal, Helbra, Hergisdorf, Hermerode, Hettstedt, Holdenstedt, Hornburg, Hübitz, Ihlewitz, Katharinenrieth, Kelbra (Kyffhäuser), Kleinleinungen, Klostermansfeld, Liedersdorf, Lüttchendorf, Mansfeld, Martinsrieth, Mittelhausen, Molmerswende, Neehausen, Niederröblingen (Helme), Nienstedt, Osterhausen, Pölsfeld, Quenstedt, Questenberg, Riethnordhausen, Ritterode, Ritzgerode, Röblingen am See, Roßla, Rottelsdorf, Rottleberode, Sandersleben (Anhalt), Sangerhausen, Schmalzerode, Schwenda, Seeburg, Siersleben, Sotterhausen, Stangerode, Stedten, Stolberg (Harz), Sylda, Tilleda (Kyffhäuser), Uftrungen, Ulzigerode, Walbeck, Wallhausen, Wansleben am See, Welbsleben, Welfesholz, Wickerode, Wiederstedt, Wimmelburg, Winkel, Wolferstedt, Zabenstedt.
Genauso kann es einem passieren, dass man, gleichermaßen übermüdet, sich zu später Stund' irgendwo durch den Südharz quält, und dann saust ein Ortsschild an einem vorbei, das nicht real sein kann. Man sinniert, prüft, bremst, setzt zurück, und da steht wirklich: Hackpfüffel.
(Auf der Homepage kann man übrigens erfahren, "... welche Aktivitäten in unsere Gemeinde stattfinden", und besonders beeindruckend ist die Galerie [Edit: Als ich dies schrieb, waren es zwei nichtssagende Bilder, das hat sich inzwischen geändert].)
Und wer will, der lese einmal folgende Liste laut: Abberode, Ahlsdorf, Allstedt, Alterode, Amsdorf, Arnstedt, Aseleben, Augsdorf, Benndorf, Bennungen, Berga, Beyernaumburg, Bischofrode, Blankenheim, Bornstedt, Bräunrode, Braunschwende, Breitenstein, Breitungen, Brücken, Burgsdorf, Dederstedt, Dietersdorf, Drebsdorf, Edersleben, Eisleben, Emseloh, Erdeborn, Freist, Friedeburg, Friedeburgerhütte, Friesdorf, Gerbstedt, Greifenhagen, Hackpfüffel, Hainrode, Harkerode, Hayn (Harz), Hedersleben, Heiligenthal, Helbra, Hergisdorf, Hermerode, Hettstedt, Holdenstedt, Hornburg, Hübitz, Ihlewitz, Katharinenrieth, Kelbra (Kyffhäuser), Kleinleinungen, Klostermansfeld, Liedersdorf, Lüttchendorf, Mansfeld, Martinsrieth, Mittelhausen, Molmerswende, Neehausen, Niederröblingen (Helme), Nienstedt, Osterhausen, Pölsfeld, Quenstedt, Questenberg, Riethnordhausen, Ritterode, Ritzgerode, Röblingen am See, Roßla, Rottelsdorf, Rottleberode, Sandersleben (Anhalt), Sangerhausen, Schmalzerode, Schwenda, Seeburg, Siersleben, Sotterhausen, Stangerode, Stedten, Stolberg (Harz), Sylda, Tilleda (Kyffhäuser), Uftrungen, Ulzigerode, Walbeck, Wallhausen, Wansleben am See, Welbsleben, Welfesholz, Wickerode, Wiederstedt, Wimmelburg, Winkel, Wolferstedt, Zabenstedt.
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aber anscheinend muss man das immer mal wieder durchbuchstabieren:
Ich finde, man muss alles im Zusammenhang sehen, auch wenn dazu eine gewisse geistige Anstrengung erforderlich ist. [...] Symbolhafte Taten – nicht alle, aber viele – können ihre Bedeutung je nach Zusammenhang verändern [...]
Danke, ich hätt's nicht besser sagen können.
Ich finde, man muss alles im Zusammenhang sehen, auch wenn dazu eine gewisse geistige Anstrengung erforderlich ist. [...] Symbolhafte Taten – nicht alle, aber viele – können ihre Bedeutung je nach Zusammenhang verändern [...]
Danke, ich hätt's nicht besser sagen können.
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Beim Rückzug in den Vorraum des Marktes schätzte sie die Fluchtmöglichkeit, die eine Zimmerecke bietet, völlig falsch ein und büßte daraufhin kurzfristig ihre Freiheit ein.Man kann sich das schon vorstellen, da soll einer dauernd solche Meldungen verfassen, herrje, wie soll man das Tag für Tag aushalten, da muss man doch ab und zu mal witzig sein dürfen.
Zu meinem Tagwerk jedenfalls zählt seit einiger Zeit das Studium der Pressemeldungen der Polizei Bremen. Nicht nur, dass ich früher als jeder Zeitungsleser bescheid weiß, wenn jemand grüne Knie hat oder wenn ein "Ablösendes Wagenrad" (hä?) zum Überschlag eines Klein-LKW führt - nein, es ist vor allem die leicht irre Kombination aus versuchtem Sprachwitz, Beamtendeutsch und wackliger Grammatik, die mich immer wieder anlockt:
Kakadu (und Kampf mit Konjunktiv)
"Draußen" rauchen: Der Clou kommt am Schluss
Oh so sweet: Futter für die Gratiszeitungen
Ein Hund, ein Sofa ... na? (Jede andere Überschrift hätte mich hier überrascht)
Es müssen übrigens mindestens zwei Personen sein, die diese Meldungen verfassen - jemand, der den Konjunktiv I beherrscht und jemand, der ihn nicht beherrscht; Jemand, der die Rechtschreibung beherrscht und jemand, der sie nicht beherrscht; Jemand, der sich in der deutschen Grammatik auskennt und jemand, mit dem man mal ein normenverdeutlichendes Gespräch führen müsste.
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